Ölpreis auf Rekordniveau - Zinsssorgen belasten
Kursrutsch an Asiens Börsen

Zunehmende Spekulationen über eine Zinserhöhung in den USA haben am Montag an den Aktienmärkten in Fernost einen Kursrutsch ausgelöst. Von den Zinsspekulationen profitierte dagegen der Dollar, der zum japanischen Yen auf den höchsten Stand seit acht Monaten stieg. Der Ölpreis bewegte sich in der Nähe seines höchsten Standes seit September 1990.

HB SINGAPUR. Nach den überraschend positiven US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag schlössen nun viele Marktteilnehmer nicht aus, dass die US-Notenbank ihren Schlüsselzins bereits im Juni erhöhen werde, sagten Analysten. Mit großem Interesse würden die US-Preisdaten für April erwartet, die am Freitag zur Veröffentlichung anstehen. Höhere Zinsen würden die Rendite von US-Anleihen steigen lassen und damit US-Wertpapiere für ausländische Anleger attraktiver machen. Diese Erwartung stütze den Dollar. Für die Aktienmärkte seien dagegen höhere Zinsen negativ, weil dadurch das Interesse an Aktien sinke.

An der Aktienbörse in Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 4,84 Prozent tiefer bei 10 884 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index ging sogar mit 5,68 Prozent im Minus bei 1 085 Zählern aus dem Handel.

Die Kurse an den anderen Fernost-Börsen gaben ebenfalls deutlich nach. In Hongkong fiel das Börsenbarometer um 2,8 Prozent, in Singapur um zwei Prozent und in Taiwan um 3,5 Prozent. Die Börse in Südkorea fiel sogar um 5,7 Prozent.

Der Dollar stieg am Montag an den Devisenmärkten des Fernen Ostens bis auf über 113 Yen und damit den höchsten Stand seit acht Monaten. Gegen 08.00 Uhr MEZ wurde die US-Währung mit 112,90 Yen notiert. Der Euro schwächte sich auf 1,1848 Dollar von 1,1889 Dollar beim Freitagsschluss in New York ab.

Ein Barrel (knapp 159 Liter) Öl der führender Nordseesorte Brent kostete 36,80 Dollar. Der Ölpreis lag damit weiterhin in der Nähe seines höchsten Standes seit September 1990, den er vorige Woche mit über 37 Dollar erreicht hatte.

Die Spekulationen über eine baldige Zinserhöhung in den USA hatten bereits am Freitag die Kurse an den US-Börsen gedrückt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte 1,2 Prozent schwächer bei 10 117 Punkten geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500-Index war um 1,4 Prozent auf 1 098 Zähler gesunken. Der Nasdaq-Composite hatte rund ein Prozent auf 1917 Punkte verloren.

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