Ölpreis belastet: Kursrutsch an Asiens Börsen

Ölpreis belastet
Kursrutsch an Asiens Börsen

Die Aktienbörsen in Asien haben am Montag deutlich nachgegeben. Händler machten dafür den Anstieg des Ölpreises verantwortlich. US-Öl verteuerte sich wegen der Furcht vor Lieferengpässen auf über 69 Dollar je Barrel. Auch die deutlichen Kursverluste an der Wall Street vom Freitag belasteten den Markt.

HB SINGAPUR. Der Euro erreichte wegen der Spekulationen auf ein Ende der Zinserhöhungen in den USA ein Vier-Monats-Hoch.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,14 Prozent im Minus bei 15 360 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,25 Prozent auf rund 1 588 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong Taiwan und Singapurgaben nach.

In Japan gehörten die Aktien des weltgrößten Produzenten von Testgeräten für Halbleiter, Tokyo Electron mit einem Minus von 4,16 Prozent zu den größten Verlierern. Das Papier des Elektronikunternehmens Matsushita fiel 3,67 Prozent. Yamaha glitt gar um 8,09 Prozent ab, wozu auch eine Klage der japanischen Regierung gegen den Konzern beitrug.

"Wir vollziehen einfach die Verluste in den USA nach, und die Investoren preisen ein bisschen die Unsicherheit wegen enttäuschender Unternehmensergebnisse und der höheren Ölpreise ein", sagte Mike Kandall von Goldman Sachs JBWere's.

Der Preis für US-Öl stieg vorübergehend auf 69,20 Dollar pro Barrel (1 Barrel = 159 Liter). Dies war der höchste Stand, seit im vergangenen September Hurrikan "Katrina" die Ölförderung im Golf von Mexiko beeinträchtigt hatte. Der Preis für die Nordsee-Marke Brent kletterte um rund ein Prozent auf bis zu 67,11 Dollar je Barrel. Händler befürchten wegen des Atomstreits mit dem Iran und des Aufstands in Nigeria Probleme auf der Angebotsseite. Ein höherer Ölpreis bedeutet für die meisten Unternehmen und Verbraucher höhere Kosten.

Die US-Börsen hatten am Freitag deutlich Kursverluste hingenommen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 1,96 Prozent tiefer auf 10.667 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 1,83 Prozent auf 1261 Zähler nach. Der Technologie-Index Nasdaq verlor 2,35 Prozent auf 2247 Punkte.

Am Devisenmarkt wurde der Euro am Montag in Fernost mit 1,2240 Dollar nach 1,2136 Dollar am Freitagabend gehandelt - dem tiefsten Stand seit vier Monaten. Händler machten dafür Äußerungen eines Vertreters der Notenbank Fed verantwortlich, die auf ein Ende der Zinserhöhungen in den USA hindeuteten. Zur japanischen Währung lag der Dollar bei 114,59 nach 115,26 Yen. Zur Schweizer Währung notierte der Euro mit 1,5489 Franken, der Dollar lag bei 1,2646 Franken.

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