Ölpreis belastet
US-Börsen geben deutlich nach

Die amerikanischen Aktienmärkte haben zum Wochenabschluss klar nachgegeben. Die überraschend gute Situation am US-Arbeitsmarkt nährte Befürchtungen nach einer baldigen Zinserhöhung. Zudem drückte der steigende Ölpreis auf die Stimmung

HB BERLIN. Die Aktienmärkte in New York haben am Freitag deutlich in der Verlustzone geschlossen. Der Index der 30 stärksten Industriewerte, Dow Jones, gab um 1,2 Prozent nach und schloss bei 10.117,34 Zählern. Der breitere S&P 500 verlor 1,4 Prozent auf 1098,69 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq hielt sich der Composite Index im Verlauf noch in der Gewinnzone, schloss sich dann aber dem Dow Jones an und ging mit einem Abschlag von einem Prozent bei 1917,96 Zählern aus dem Handel.

Grund für die verhaltene Stimmung an den Märkten waren paradoxerweise überraschende starke Daten vom US-Arbeitsmarkt. Nach den jüngsten Daten vom April, die einen Stellenzuwachs von 288.000 ausweisen, mehren sich die Anzeichen, dass der Aufschwung der US-Wirtschaft auf den Arbeitsmarkt durchzuschlagen beginnt. Damit verstärkt sich auch die Tendenz zu steigenden Erzeuger- und Verbraucherpreisen, der mit einer Anhebung der Leitzinsen entgegengewirkt werden sollte – Sprich: mit den heutigen Arbeitsmarktdaten wird ein baldiges Steigen der Leitzinsen wahrscheinlicher.

Daneben sorgte der weiter steigende Ölpreis für Verkaufsdruck. Am Freitag wurden für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Light Sweet Crude 40,05 Dollar gezahlt. Soviel, wie sei 1990 nicht mehr. Der Preis sank gegen Handelsende allerdings wieder leicht unter diese Marke und lag am Abend bei 39,93 Dollar .

Bei den Standardwerten stemmten sich Intel mit einem Aufschlag von zwei Prozent auf 26,47 Dollar deutlich gegen dem Abwärtstrend. Der weltgrößte Hersteller von Computerprozessoren ändert seine Entwicklungsstrategie. Hewlett Packard und Johnson & Johnson verteuerten sich ebenfalls um rund ein Prozent.

Unter Druck standen dagegen Boeing. Das Papier gab 1,2 Prozent auf 43,40 Dollar ab. Presseberichten zufolge hält das Pentagon einen Auftrag an Boeing weiter auf Eis. Aktien des Medienkonzerns Time Warner schlossen 2,2 Prozent schwächer bei 16,16 Dollar. Der Medienkonzern ist beim Wettschtreit um das Filmstudio MGM offenbar aus dem Rennen.

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