Ölpreis im Fokus
US-Standardwerte von schwachen Energiepapieren gebremst

Die Aktien von Energiekonzernen an der Wall Street sind am Mittwoch durch einen deutlichen Rückgang der Ölpreise ins Minus gedrückt worden. Dadurch wurde der Kursaufschwung der Standardwerte gebremst. Unterstützung lieferten dem Markt dagegen überraschend starke US-Wachstumszahlen.

HB NEW YORK. Kursgewinne von Chip-Titeln verhalfen dem Nasdaq zu einem kräftigen Plus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 10.136 und einem Tief von 10.050 Punkten. Er verließ den Markt 0,58 Prozent höher mit rund 10.136 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index zog um 0,43 Prozent auf etwa 1114 Zähler an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann sogar 1,29 Prozent auf rund 1893 Punkte.

„Wir haben während der vergangenen Tage viel Zeit damit verbracht, die Ölpreise zu beobachten. Die höheren Lagerbestände haben etwas geholfen, aber die Aktien von Energiekonzernen und Ölfeld-Dienstleistern sind dadurch unter Druck geraten und das belastet den Markt,“ sagte John O'Donoghue von der CSFB. Eine vorläufige Waffenruhe im fünftgrößten Mitgliedsland der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) Nigeria und ein überraschender Anstieg der US-Rohölvorräte haben die Ölpreise am Mittwoch deutlich unter ihre zuletzt erreichten Höchststände fallen lassen. Nach Zahlen des US-Energieministeriums sind die Ölvorräte erstmals seit neun Wochen wieder gestiegen. Analysten hatten dagegen einen Rückgang erwartet. In Europa und den USA sackten die Preise für Rohöl zeitweise um etwa 1,50 Dollar ab. „Die Öldaten und der Waffenstillstands-Antrag der Rebellen in Nigeria haben dem Markt so etwas wie eine Atempause verschafft,“ sagte Neil Massa von John Hancock Funds.

„Die Ölpreise geben nach und einige Energiewerte verzeichnen Einbußen, aber generell sind niedrigere Energiepreise gut für den Markt,“ sagte Tom Schrader von Legg Mason Wood Walker. Mit den sinkenden Ölpreisen sind Händlern zufolge die Befürchtungen vieler Anleger geschwunden, die hohen Energiepreise könnten den privaten Verbrauch drosseln und damit die Unternehmensgewinne schmälern. Allerdings gerieten die Aktien von Energiekonzernen unter Druck. So verloren die Dividendenpapiere des weltgrößten Energiekonzerns Exxon Mobil gut ein Prozent auf 48,02 Dollar. Die Titel von ConocoPhillips fielen um fast zwei Prozent auf 81,57 Dollar. Der Konzern hatte zuvor eine strategische Allianz mit Lukoil geschlossen und strebt im Zuge dessen eine Beteiligung von 20 Prozent an dem russischen Ölkonzern an.

Belastet wurde der Dow zudem durch die Papiere des Luft- und Raumfahrtkonzerns Boeing, die nach einer Abstufung durch Banc of America Securities und eine Rücknahme der Kursziels 2,5 Prozent auf 51,01 Dollar verloren. Dagegen profitierten die Aktien des weltgrößten Baumaschinenkonzerns Caterpillar weiterhin von dem am Vortag vorgelegten optimistischen Geschäftsausblick. Die Papiere gewannen nach einer kräftigen Steigerung am Dienstag noch einmal rund 4,7 Prozent auf 80,50 Dollar.

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