Ölpreis sinkt
US-Börsen schließen etwas fester

Die US-Börsen haben am Montag nach den Kurszuwächsen der vergangenen zwei Wochen eine Atempause eingelegt und nur geringfügig fester geschlossen. Der Leitindex Dow Jones legte zu Wochenbeginn leicht um 0,1 Prozent auf 10.550 Punkte zu.

HB NEW YORK. Sinkende Ölpreise belasteten zwar die Kurse der Energieaktien, sorgten am Gesamtmarkt aber für gute Stimmung. Kräftig zulegen konnten insbesondere Titel des Versicherungskonzerns American International Group (AIG) und Wal-Mart.

Der S&P 500 gab 0,03 Prozent nach und notierte bei 1183 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg dagegen in den letzten Handelsminuten noch deutlich und schloss 0,42 Prozent höher bei 2094 Zählern.

„Wir sehen das erste Anzeichen einer Ermüdung an der Börse“, sagte Peter Boockvar von Miller Tabak & Co. Bislang konnte der Dow-Jones-Index im November fünf Prozent und die Nasdaq sechs Prozent zulegen.

Ein Barrel (knapp 159 Liter) US-Leichtöl verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 46,72 Dollar. Vorhersagen für wärmeres Wetter und die Aussetzung eines geplanten Generalstreiks im Opec-Land Nigeria dämpften die Sorgen vor Versorgungsengpässen. „Ölaktien verlieren heute wegen des zurückgehenden Ölpreises, aber AIG-Aktien liegen gut“, sagte Todd Leone von S.G.Cowen.

Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge steht AIG kurz vor einer Einigung mit der Börsenaufsicht im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Mithilfe bei Bilanzfälschungen der PNC Financial Services Group. Die AIG-Aktie konnte knapp drei Prozent auf 62,84 Dollar zulegen. Auch Aktien des Einzelhandelskonzerns Wal-Mart legten im Vorfeld der für Dienstag erwarteten Quartalszahlen 1,5 Prozent zu. Am Samstag hatte das Unternehmen bekräftigt, seine geplanten Umsätze für den Monat November zu erreichen.

Ebenfalls zu den Gewinnern gehörten Aktien des Software-Herstellers Microsoft. Sie wurden ex Dividende mit 27,39 Dollar gehandelt, einem Plus von 1,86 Prozent. Freitag war der letzte Handelstag, an dem Anleger die Papiere hätten kaufen können, um noch in den Genuss einer Dividende von drei Dollar pro Anteilsschein zu kommen. Die Aktie hatte die Handelswoche mit 29,97 Dollar beendet. „Es gibt ein optimistisches Gefühl bei den Anlegern, dass der Markt rund läuft und es der Wirtschaft besser geht“, sagte Tim Crimmins von Lord Abbett & Co.

Nach einem weiteren Rückgang der Ölpreise verloren die Aktien der Ölfirmen. Exxon Mobil-Aktien gaben 1,69 Prozent nach. ChevronTexaco-Werte verloren knapp drei Prozent. Aktien des US-Mischkonzerns General Electric GE gaben ein halbes Prozent nach. GE hatte den Kauf des Maschinen-Herstellers SPX angekündigt. SPX-Aktien notierten dagegen knapp drei Prozent im Plus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,45 Milliarden Aktien den Besitzer. 1848 Werte legten zu, 1481 gaben nach und 160 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,87 Milliarden Aktien 1744 im Plus, 1383 im Minus und 159 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 1/32 auf 100-15/32. Sie rentierten mit 4,19 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 2/32 auf 106-31/32 und hatten eine Rendite von 4,9 Prozent.

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