Ölpreis wirkt wie Sondersteuer
Wall Street schließt leicht im Plus

Die Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen des hohen Ölpreises wurden heute von einer optimistischen Einschätzung der Beschäftigungsentwicklung in den USA überlagert. So gab es leichte Kursgewinne.

HB NEW YORK. Eine optimistische Einschätzung der Beschäftigungsentwicklung in den USA, ein Rückgang der Ölpreise um mehr als zwei Dollar und ein starker Autoabsatz im Mai haben den US-Standardwerten am Mittwoch zu Kursgewinnen verholfen. Technologiepapiere schlossen kaum verändert.

Unterstützung lieferten dem Dow die Aktien des Luft- und Raumfahrtkonzerns Boeing, die nach einem Großauftrag deutlich zulegten. Viele Anleger hätten sich jedoch vor dem revidierten Quartalsausblick des weltgrößten Chipherstellers Intel am Donnerstag zurückgehalten, sagten Börsianer. Zudem habe ein enttäuschender Ausblick des Chipherstellers Xilinx die Nasdaq belastet.

Der Standardwerteindex Dow Jones verließ den Handel 0,59 Prozent höher mit rund 10.262 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,34 Prozent auf etwa 1124 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen 0,09 Prozent auf rund 1988 Zähler.

„Die Marktteilnehmer sind mit einer positiveren Einstellung aus dem langen Wochenende zurückgekommen, und so sehen wir einige, die Aktien kaufen“, sagte Michael Murphy von Wachovia Securities. Paul Cherney von Standard & Poor's erklärte: „Die Märkte haben bereits akzeptiert, dass die Fed die Geldpolitik straffen wird und jetzt wollen sie eine klare Bestätigung durch die Beschäftigungszahlen, dass die wirtschaftliche Stärke anhält“.

Den Arbeitsmarktbericht für Mai will die US-Regierung am Freitag vorlegen. Volkswirte erwarten für den vergangenen Monat im Schnitt 216 000 neue Stellen. Für die Finanzmärkte hat eine kräftige Erholung des Arbeitsmarktes zwei Seiten. Auf der einen Seite ist sie ein Beleg dafür, dass die US-Wirtschaft tatsächlich wächst. Auf der anderen Seite lässt sie eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) erwarten. Von dem Treffen des für die Geldpolitik der Fed verantwortlichen Offenmarktausschusses (FOMC) am 29. und 30. Juni erwarten die Märkte eine Erhöhung des Schlüsselzinses. Dieser liegt derzeit mit 1,0 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit 1958. Uneins sind sich Volkswirte allerdings über den Umfang einer Zinserhöhung. Die Erwartungen reichten zuletzt von zehn bis 50 Basispunkten.

Seite 1:

Wall Street schließt leicht im Plus

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%