Ölpreise sinken - schwache
US-Börsen gehen uneinheitlich aus dem Handel

Die amerikanischen Aktienbörsen haben sich am Dienstag uneinheitlich gezeigt. Auf der einen Seite standen fallende Ölpreise und zurückhaltende Worte von Alan Greenspan, auf der anderen Seite schwache US-Konjunkturdaten. Letztlich schlossen die US-Indizes kaum verändert.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 0,12 % höher mit 10 456 Punkten. Der Verzicht von US-Notenbank-Chef Alan Greenspan auf Äußerungen zu Zinsen und Inflation hatte den Kursen nur kurzfristig Auftrieb gegeben. Im Geschäftsverlauf hatte sich der Dow zwischen 10 496 und 10 416 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss unverändert mit 1216 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,24 % auf 2116 Stellen. Eine Abstufungen von Chip-Werten hat hier den Anlegern die Kauflaune verdorben.

Händlern zufolge hatten die Investoren von einer Rede Greenspans bei einer Konferenz der National Association for Business Economics Hinweise auf eine Fortsetzung der Zinserhöhungspolitik erwartet. Stattdessen verteidigte er erneut die Entscheidung der US-Währungshüter, Ende der 90er Jahre nicht gegen die Blase am Aktienmarkt vorzugehen. Zuvor hatte die Präsidentin der Fed von San Francisco, Janet Yellen, unterstrichen, dass die Fed ihr Versprechen von Preisstabilität durch Eindämmung der Inflation halten müsse. Bei ihrem Zinstreffen in der vorigen Woche hatte die Fed ihren Schlüsselzins zum elften Mal in Folge um wieder 25 Basispunkte auf nunmehr 3,75 % erhöht. Zugleich hatte sie vor Potenzial für wachsenden Inflationsdruck gewarnt.

Das schwache Vertrauen der Verbraucher hat Händlern zufolge die Furcht der Investoren vor sinkenden Konsumausgaben und damit niedrigeren Unternehmensgewinnen genährt. Dem privaten Forschungsinstitut Conference Board zufolge haben die Verwüstungen durch Hurrikan „Katrina“ und sprunghaft gestiegene Benzinpreise das Vertrauen überraschend stark getrübt. „Der Bericht ist das jüngste Signal für einen Abwärtstrend des Verbrauchervertrauens“, sagte Peter Boockvar von Miller Tabak & Co. Dies wurde Händlern zufolge im Verlauf durch wieder billigeres Rohöl teilweise kompensiert. Anzeichen für eine reichliche Versorgung der Märkte hatten die Ölpreise wieder fallen lassen.

Seite 1:

US-Börsen gehen uneinheitlich aus dem Handel

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%