Osteuropa-Börsen
Gutes Aktienjahr geht zu Ende

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Mittwoch im Einklang mit den anderen Weltmärkten leichte Kursverluste hinnehmen müssen. Das positive Aktienjahr wird aber auch für die Märkte in Osteuropa durch das leichte Tagesminus kaum getrübt, berichteten Börsianer.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Mittwoch im Einklang mit den anderen Weltmärkten leichte Kursverluste hinnehmen müssen. Das positive Aktienjahr wird aber auch für die Märkte in Osteuropa durch das leichte Tagesminus kaum getrübt, berichteten Börsianer. Während die Prager Börse den letzten Handelstag 2009 beendete, stehen in Warschau und Budapest an Silvester verkürzte Sitzungen an.

Warschauer BÖRSE Schliesst Niedriger

Der Warschauer Wig-20 fiel um 0,76 Prozent auf 2 396,44 Zähler. Der breiter gefasste Wig-Index verlor 0,46 Prozent auf 40 094,46 Punkte. BRE Bank gewannen 2,2 Prozent auf 261,5 Zloty und waren damit der stärkste Wert im WIG-20. Der CEO der Bank, Mariusz Grendowicz, sagte in einem Interview, dass die Rückstellungen für faule Kredite im vierten Quartal deutlich niedriger als im dritten Quartal ausfallen werden. Zudem werden die Rückstellungen dem CEO zufolge in den kommenden Quartalen weiter fallen.

Mostostal Warszawa sackten dagegen um 3,3 Prozent auf 61,9 Zloty ab. Die polnische Stadt Wroclaw kündigte den 598-Millionen-Zloty-Auftrag an Mostostal und J & P Avax zum Bau des Stadions für die Europa-Fussballmeisterschaft in 2012. Wroclaw werde ab morgen Gespräche mit einer Gruppe führen, der auch der Baukonzern Budimex angehören werde. Budimex reagierten mit plus 2,5 Prozent auf 74,5 Zloty. Die Indexschwergewichte tendierten mit Abschlägen: PKO BP gaben 1,6 Prozent auf 37,50 Zloty ab. Bank Pekao verringerten sich um 0,1 Prozent auf 162,90 Zloty. Kghm Polska Miedz schlossen um 1,0 Prozent schwächer bei 106,70 Zloty. Polski Koncern Naftowy Orlen verbilligten sich um 1,3 Prozent auf 33,95 Zloty.

Budapester BÖRSE Schliesst Leichter

In Budapest fiel der Bux um 0,66 Prozent auf 21 427,51 Zähler. Der Handel verlief angesichts der Nachrichtenarmut unspektakulär, so Marktteilnehmer. Am stärksten erwischte es im Leitindex die Papiere des Ölkonzerns Magyar Olay es Gazipari (Mol) mit minus 1,73 Prozent auf 17 580 Forint. Die übrigen Indexschwergewichte tendierten etwas leichter: OTP Bank gaben 0,36 Prozent auf 5 480 Forint nach, Richter Gedeon büßten 0,23 Prozent auf 43 000 Forint ein. Magyar Telekom schlossen unverändert bei 722 Forint. Die FHB Land Credit & Mortgage Bank gab bekannt, dass das Vorstandsmitglied Zoltan Speder 2,5 Mill. Aktien des Unternehmens zu einem Durchschnittspreis von 3,9 Euro pro Anteilsschein gekauft habe. Damit hält Speder nun 10,7 Mill. Aktien, was einem Stimmrechtsanteil von 16,8 Prozent entspreche. Die Papiere der Bank schlossen am Mittwoch mit plus 0,15 Prozent bei 1 322 Forint.

Prager PX MIT Jahresperformance VON 30 Prozent

Der Prager Leitindex PX büßte am Mittwoch 0,75 Prozent auf 1 117,30 Punkte ein. Seit Jahresanfang konnte der Prager Aktienindex PX damit aber um rund 30 Prozent zulegen. Das Jahrestief erreichte der Index Mitte Februar bei 628,50 Einheiten, danach kam es bis Ende August zu einer steilen Aufholbewegung. Der Jahreshöchststand wurde dann Ende August bei 1 195,70 Punkten besiegelt. Seither befand sich der Index in einer Seitwärtsbewegung. Größter Jahresgewinner unter den Einzelwerten waren die Papiere des Kohleförderers New World Resources (NWR), die sich mit plus 120 Prozent mehr als verdoppelt hatten. Die Finanzschwergewichte konnten ebenfalls massiv zulegen, allerdings unterschiedlich stark. Während die Anteilsscheine der Erste Group um rund zwei Drittel nach oben kletterten, gewannen Komercni Banka "nur" rund ein Drittel dazu.

Enttäuschend entwickelten sich dagegen Telefonica O2 und Unipetrol - die einzigen Werte im PX mit negativen Vorzeichen. Die Aktien des erstgenannten Telekommunikationskonzern büßten auf Jahressicht rund 1,4 Prozent ein. Die Papiere des Ölkonzerns Unipetrol verloren mit minus sieben Prozent deutlich stärker. Der letzte Handelstag des Jahres verlief aufgrund des Nachrichtenmangels und der niedrigen Liquidität unspektakulär, so Marktteilnehmer. Die Bankenwerte tendierten im Gleichklang mit den europäischen Bankentiteln schwächer. Erste Group gaben 0,94 Prozent auf 696,30 Kronen ab, Komercni Banka verbilligten sich um 0,85 Prozent auf 3 966,00 Kronen. Unipetrol gaben 1,41 Prozent auf 140,00 Kronen ab.

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