Osteuropa-Börsen
Indizes schließen mit Verlusten

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Freitag schwach geschlossen. Der größte europäische Börsengang im laufenden Jahr verlief dennoch sehr erfolgreich.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Freitag schwach geschlossen. Der größte europäische Börsengang im laufenden Jahr verlief dennoch sehr erfolgreich.

PX Verliert 1,18 Prozent - Notenbank Senkt Wachstumsprognose 2009

In Prag fiel der PX um 1,18 Prozent auf 1 135,10 Punkte.

Die Tschechische Nationalbank (CNB) hatte ihre Wachstumsprognose für Tschechien für das laufende Jahr 2009 nach unten und für 2010 nach oben korrigiert. Für dieses Jahr rechnen die Notenbanker mit einem Minus von 4,4 Prozent anstatt dem bisherigen Minus von 3,8 Prozent und im kommenden Jahr mit einem Plus von 1,4 Prozent anstatt einem Plus von 0,7 Prozent. "Wir glauben, dass die tschechische Wirtschaft den Tiefpunkt bereits hinter sich hat. Im nächsten Jahr erwarten wir ein mäßiges Wachstum, allerdings wird der Weg ein bisschen holprig sein", sagte dazu der CNB-Präsident Zdenek Tuma. Das künftige Wachstum werde von der Budgetpolitik und der steigenden Arbeitslosigkeit gedämpft.

Alle Schwergewichte mit Ausnahme der Erste Group (plus 0,08 Prozent auf 758,60 Kronen) verzeichneten Verluste. Die Titel des Wettbewerbers der Erste Group Komercni Banka verbilligten sich um 1,44 Prozent auf 3 558 Tschechische Kronen. CEZ verbuchten ein Minus von 1,48 Prozent auf 894,60 Kronen.

BUX Verliert 1,90 Prozent - Finanz- und Energietiel Erneut Schwach

In Budapest verlor der BUX 1,90 Prozent auf 20 076,32 Punkte. Eine verhaltene Stimmung an den europäischen Leitbörsen habe auch den ungarischen Markt in die Tiefe gezogen, sagten Händler. Es herrsche weiterhin Unsicherheit unter den Investoren.

Kursrückgänge gab es wieder einmal im Finanz- und Energiebereich. MOL verbilligten sich um 0,83 Prozent auf 14 885 Ungarische Forint. FHB mussten einen Kursverlust von 0,80 Prozent auf 1 230 Forint verbuchen. OTP gaben 1,56 Prozent auf 5 350 Forint ab. Unter den weiteren Schwergewichten fielen Mtelekom um 1,06 Prozent auf 742 Forint.

WIG Gibt 0,87 Prozent AB - PGE Endet 13 Prozent ÜBER Ausgabepreis

In Warschau sank der WIG-20 um 1,26 Prozent auf 2 276,74 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index gab um 0,87 Prozent auf 38 524,56 Einheiten ab.

Beim bisher größten europäischen Börsengang (IPO) in diesem Jahr sind die Aktien des polnischen Versorgers PGE an ihrem ersten Handelstag zeitweise um 14 Prozent über den Ausgabepreis gestiegen. Mit dem mehrfach überzeichneten Aktienmarktdebüt an der Warschauer Börse konnte PGE umgerechnet 1,4 Mrd. Euro erlösen. Die Papiere stiegen bis zum Handelsschluss um 13,0 Prozent auf 25,99 Zloty, nachdem die Titel beim IPO 23,00 Zloty gekostet hatten. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 10,5 Mrd. Euro ist PGE nun das größte polnische Unternehmen an der Warschauer Börse.

Eine neue Analysteneinschätzung wurde zur BRE Bank veröffentlicht und die Aktie fielen um 4,20 Prozent auf 239,40 Zloty. Die Experten von ING Groep hatten ihr Kursziel für die Bank um fast acht Prozent auf 236 Zloty nach unten revidiert und ihre Verkaufsempfehlung "sell" bekräftigt.

Bank Millennium sackten um 15,0 Prozent auf 4,04 Zloty ab. Das Finanzhaus hatte eine Kapitalerhöhung im Volumen von 1 Milliarde Zloty angekündigt. /ste/APA/he

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