Osteuropa-Börsen
Keine klare Richtung

Die osteuropäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. In Warschau wurden deutliche Verluste verzeichnet, in Budapest Gewinne. In Prag, wo die Börse tags zuvor feiertagsbedingt geschlossen geblieben war, gab es Verluste.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Warschau schloss der WIG-20 sehr schwach mit minus 2,34 Prozent auf 2 370,07 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index gab um 1,81 Prozent auf 39 985,30 Einheiten nach. Die polnische Regierung will die bisherige Regelung zur so genannten "Goldenen Aktie" einschränken. Das Kabinett hat am 17. November einen entsprechenden Gesetzesentwurf gebilligt. Demnach soll der Staat statt wie bisher in 13 Branchen nur noch in jenen Unternehmen Sonderrechte genießen, die mit der Energieversorgung zu tun haben. Darunter soll unter anderem der Transport von Gas und Strom sowie die Lagerung von Öl fallen, berichtete die polnische Zeitung "Gazeta Wyborcza".

Für die polnische Regierung ist ein Gesetz zur Kontrolle über die Energiewirtschaft wichtig, weil viele Unternehmen dieser Branche schrittweise privatisiert werden sollen. Das gilt insbesondere für die vier regionalen Energieversorger PGE, Energa, Enea und Tauron.

Schon im vergangenen Jahr verkaufte die Regierung 18,7 Prozent der Enea an den schwedischen Energiekonzern Vattenfall, ein Mehrheitsanteil soll möglichst bald veräußert werden. Der Energieversorger PGE debütierte Anfang November 2009 an der Warschauer Börse und ist jetzt zu 15 Prozent in Privatbesitz. PGE-Anteile fielen um 2,40 Prozent auf 24,90 Zloty. Ceske Energeticke Zavody (CEZ) hingegen stiegen um 0,58 Prozent auf 139,80 Zloty. Polski Koncern Naftowy Orlen fielen hingegen um 4,60 Prozent auf 30,50 Zloty und GTC verloren 4,05 Prozent auf 23,70 Zloty.

In Prag schloss die Börse, die tags zuvor wegen eines Feiertags geschlossen geblieben war, ebenfalls mit Verlusten. Der tschechische Leitindex PX fiel um 0,60 Prozent auf 1 145,50 Einheiten. Größter Verlierer waren die Aktien vom Tabakhersteller Philip Morris. Die Papiere gaben um 4,90 Prozent auf 8 150 Kronen nach. Orco verloren 2,48 Prozent auf 197 Kronen. Cetv sanken um 2,44 Prozent auf 492,70 Kronen. Auf der Gewinnerseite notierten die Aktien der Komercni Banka mit plus 1,94 Prozent auf 3 777,00 Kronen.

In Budapest stieg der BUX dagegen um 0,90 Prozent auf 21 309,56 Zähler. Der ungarische Ölkonzern Magyar Olay es Gazipari (Mol) hatte im dritten Quartal 2009 einen Nettogewinn in der Höhe von 12,9 Mrd. Forint (48,5 Mill. Euro) erwirtschaftet, nachdem im gleichen Quartal 2008 ein Verlust von 4,9 Mrd. Forint angefallen war. Die Aktien von MOL stiegen um 0,60 Prozent auf 16 400 Forint. Das Ölunternehmen teilte zudem mit, dass es keinen "bedeutenden" Bedarf für Refinanzierungen für die nächsten zwei Jahre geben würde. Egis gewann 0,70 Prozent auf 19 000 Forint. Die Analysten der Unicredit hatten die Aktie von "Hold" auf "Buy" hochgestuft.

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