Osteuropa-Börsen
Mehr und weniger schwach

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben den Handel am Dienstag mit Verlusten beendet. Diese fielen allerdings unterschiedlich deutlich aus: Während Budapest nur leicht nachgab, schlossen Warschau und Prag schwach.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die US-Wirtschaft war im dritten Quartal schwächer gewachsen als zunächst angenommen und belastete Händlern zufolge die Aktienmärkte. Das Bruttoinlandsprodukt der größten Volkswirtschaft der Welt hatte auf das Jahr hochgerechnet nach revidierten Angaben um 2,8 Prozent zugelegt.

In Warschau gab der WIG-20 um 1,88 Prozent auf 2 366,25 Zähler nach. Der breiter gefasste WIG-Index fiel um 1,10 Prozent auf 39 950,30 Einheiten.

Die Privatisierung der Warschauer Börse GPW wird sich voraussichtlich verzögern. Die Deutsche Börse , die als einzige an einem Mehrheitspaket interessiert ist, müsse ihr Angebot präzisieren, sagte die Vize-Schatzministerin Joanna Schmid der Zeitung "Gazeta Wyborcza". Die Regierung erwarte eine Ergänzung des Angebots bis Freitag, damit noch im Dezember eine Entscheidung fallen könne, so Schmid.

Die Analysten der BRE Bank bewerteten diverse polnische Aktien. So bestätigten sie ihr Anlagevotum "Hold" für die Aktien der PBG nach den Zahlen zum dritten Quartal. Das Kursziel wurde aber von 224,40 Zloty je Aktie auf 212,00 Zloty gesenkt. Die PBG-Titel fielen um 0,91 Prozent auf 218 Polnische Zloty.

Die Titel von Pkn Orlen stuften die BRE-Bank-Experten nach deren Quartalszahlen weiterhin mit "Hold" ein. Das Kursziel wird bei 38,20 Zloty gesehen. PKN Orlen-Aktien verloren 4,03 Prozent auf 30,51 Zloty.

Weiterhin senkten sie das Anlagevotum für PKO auf "Reduce" und erhöhten gleichzeitig deren Kursziel. PKO gaben um 1,35 Prozent auf 37,99 Zloty nach.

In Prag fiel der PX um 1,20 Prozent auf 1 140,70 Punkte. Die EU-Kommission hat bestätigt, beim staatlichen tschechischen Energiekonzern Cez Razzien wegen des Verdachts auf Wettbewerbsverzerrungen durchgeführt zu haben. "Es besteht der Verdacht, dass möglicherweise Wettbewerber verdrängt und die Preise auf dem tschechischen Stromgroßhandelsmarkt erhöht wurden", erklärte die EU-Kommission in Brüssel. CEZ-Aktien verloren 2,55 Prozent auf 861,50 Tschechische Kronen.

Die Aktien von Cetv gaben um 5,26 auf 468,00 Kronen nach. Die Analysten der Erste Group hatten ihr Anlagevotum von "Buy" auf "Reduce" gesenkt. Orco fielen um 3,51 Prozent auf 203,50 Kronen. Zu den Gewinnern zählten die Aktien von AAA Auto mit einem Zuschlag von 2,34 Prozent auf 13,99 Kronen und ECM mit einem Gewinn von 0,62 Prozent auf 327,00 Kronen.

Die Aktien von Mol stiegen um 0,55 Prozent auf 16 300 Ungarische Forint. Die Titel konnten sich nach anfänglichen Verlusten wieder erholen, nachdem sie von fallenden Rohölpreisen belastet worden waren.

Die Papiere der OTP Bank fielen um 2,18 Prozent auf 5 551 Forint. Bedenken über weitere Kapitalerhöhungen bei den führenden Finanzhäusern hätten bei den Aktionären für Verkaufsstimmung gesorgt, hieß es bei Experten.

Die Aktien von Egis stiegen um 1,85 Prozent auf 19 450 Forint und waren damit Tagessieger. Richter Gedeon gewannen 1,29 Prozent auf 42 100 Forint. FHB fielen um 1,85 Prozent auf 1 271 Forint und Emasz gaben um 1,82 Prozent auf 21 500 Forint nach.

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