Osteuropa-Börsen
Warschau und Budapest schwächer, Prag legt zu

In einem schwachen europäischen Marktumfeld haben die Börsen in Warschau und Budapest am Mittwoch ebenfalls Verluste hinnehmen müssen. Lediglich Prag stemmte sich gegen den negativen Trend.

HB PRAG. An der Börse in Warschau sank der Leitindex Wig-20 um 0,40 Prozent auf 2 668,39 Zähler. Der breiter gefasste Wig-Index gab um 0,34 Prozent auf 46 416,84 Punkte nach. Das Volumen belief sich auf 1,58 (Vortag: 1,72) Mrd. Zloty.

Aktien von Grupa Lotos schlossen mit einem kleinen Aufschlag von 0,03 Prozent bei 30,68 Zloty. Medienberichten zufolge dürften mehrere russische Ölkonzerne an einem signifikanten Anteil des polnischen Energiekonzerns interessiert sein. So hätten Gazprom Neft, TNK-BP und Rosneft ein Auge auf Lotos geworfen. Für die Analysten von KBC Securities stellte sich die Frage, ob die polnische Regierung den zweitgrößten Ölkonzern des Landes in russischen Händen sehen will.

Die schwergewichtigen Bankenwerte schlossen mit uneinheitlicher Tendenz. Während PKO Bank um 0,44 Prozent schwächer bei 45,7 Zloty aus dem Handel gingen, konnten Bank Pekao um 1,06 Prozent auf 190 Zloty zulegen. Nach unten zogen indessen die Aktien des Kupfergiganten Kghm Polska Miedz , die um 2,51 Prozent auf 128 Zloty nachgaben. Händler verwiesen auf gesunkene Metallpreise.

An ihrem ersten Handelstag an der Warschauer Börse konnten die Aktien des Immobilienentwicklers Robyg um 0,5 Prozent auf 2,01 Zloty zulegen. Der Ausgabepreis der Aktie betrug genau zwei Zloty.

In Prag trotzte der Leitindex PX dem Umfeld und stieg um 0,65 Prozent auf 1 168,3 Punkte. Das Handelsvolumen belief sich auf 2,12 (Vortag: 1,27) Mrd. tschechische Kronen.

Komercni Banka konnten nach Vorlage von positiven Quartalsergebnissen ein Kursplus von 1,61 Prozent auf 4 099 tschechische Kronen einfahren. Das Geldinstitut hat im dritten Jahresviertel einen Nettogewinn von 3,27 Mrd. Kronen erwirtschaftet und damit die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Die Experten der Raiffeisen Centrobank reagierten auf die Zahlen mit einer Änderung des Anlagevotums von "Hold" auf "Buy". Auch die Analysten von KBC Securities äußerten sich positiv zu den Ergebnissen.

Die Aktien der Erste Group Bank konnten ebenfalls ein Kursplus verzeichnen. Die Titel stiegen um 0,25 Prozent auf 811 Kronen. Händler verwiesen auf einen positiven Analystenkommentar durch die US-Großbank Citigroup. Die Wertpapierspezialisten haben das Kursziel etwas erhöht und die Empfehlung "Buy" beibehalten.

Die Titel des tschechischen Versorgers Ceske Energeticke Zavody (CEZ) fielen hingegen um 0,83 Prozent auf 778 Kronen. Experten der Komercni Banka führen dies auf die von der Regierung geplante Steuer auf CO2-Gutschriften in Höhe von 32 Prozent zurück. Am Markt seien nur 25 Prozent als Steuersatz erwartet worden.

Die Budapester Börse beendete den Handel in der Verlustzone. Der ungarische Leitindex Bux gab 0,34 Prozent auf 23 075,06 Punkte ab. Der Umsatz betrug 13,8 (Vortag: 10,0) Mrd. Forint.

Im Vorfeld von Quartalszahlen konnten Magyar Telekom deutlich um 4,37 Prozent auf 597 Forint zulegen. Trotz der Krisensteuer der Regierung erwarten Marktteilnehmer eine unveränderte Dividendenpolitik des Telekommunikationsunternehmens. Das von der Deutschen Telekom mehrheitlich kontrollierte Unternehmen soll 27,5 Mrd. Forint an Steuern zahlen. Trotzdem erwarten Experten eine Dividendenausschüttung im Rahmen der Vorjahre. In den letzten sieben Jahren hatte Magyar Telekom jedes Jahr mindestens 70 Forint je Anteilsschein an die Aktionäre ausgezahlt.

Ein Zukauf wurde beim Pharmariesen Richter Gedeon publik. Der ungarische Konzern hat für 236,5 Mill. Euro die Rechte und Vertriebsgenehmigungen für ein orales Verhütungsmittel von Grünenthal erworben. Die Akquisition könnte laut den Analysten von KBC Securities die Umsätze von Richter Gedeon um rund sieben Prozent steigern. Die Anteilsscheine legten um 0,21 Prozent auf 46 700 Forint zu.

Die Schwergewichte Magyar Olay es Gazipari (Mol) mit minus 1,93 Prozent auf 20 300 Forint und OTP Bank mit minus 0,60 Prozent auf 5 755 Forint) mussten indes Abschläge hinnehmen./

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