Osteuropäische Börsen
Anleger greifen bei polnischen Aktien zu

Die osteuropäischen Börsen bieten ein differenziertes Bild. Während Budapest einen kleinen Verlust verbuchen musste, konnten Warschau und Prag den Tag mit einem deutlichen Plus beenden. Die Gewinner und Verlierer im Überblick.
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HB PRAG. In Budapest gab es Verluste: Der Bux 0,08 Prozent auf 21 442 Punkte. OTP Bank gingen mit einem Minus von 1,21 Prozent bei 5 120 Ungarischen Forint aus dem Handel. Ungarns größter Kreditgeber hatte bekannt gegeben, dass Vorstandsmitglied Tibor Biro 10 000 OTP-Aktien zu einem Preis von 5,200 Forint verkauft habe. Kollege Laszlo Utassy habe hingegen 85 902 OTP-Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 5 194 Forint gekauft, so das Unternehmen weiter.

Mol schlossen mit einem Plus von 0,98 Prozent bei 20 600 Forint und profitierten durch einen gestiegenen Ölpreis. Zudem seien sich Russland und Ungarn über die Zukunft des 21,2-prozentigen Anteils der OAO Surgutneftegaz am ungarischen Ölgiganten nicht einig. Die ungarische Regierung bestehe darauf, dass sich das Ölunternehmen größtenteils weiterhin unter staatlicher Kontrolle befinden sollte. Die nächste Verhandlungsrunde soll gegen Ende Januar 2011 stattfinden.

Unter den anderen Schwergewichten gingen Mtelekom mit einem Plus von 0,98 Prozent bei 516,00 Forint als Gewinner aus dem Handel. Zu den Schlusslichtern zählten Egis mit einem Minus von 0,75 Prozent bei 19 960 Forint und Richter Gedeon , die um 0,09 Prozent auf 43 160 Forint abrutschten.

In Warschau stieg der WIG-20 um 1,22 Prozent auf 2 775 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index legte um 1,03 Prozent auf 47,911,46 Zähler zu.

PKN Orlen gewannen 1,83 Prozent auf 48,30 Polnische Zloty. Polens größtes Ölunternehmen habe ein Übernahmeangebot für Anteile am staatlichen Rafineria Trzebinia auf den Tisch gelegt. Das Angebot soll sich auf 34,9 Milionen Zloty belaufen.

Von der Preiserhöhung bei Metallen konnten Kghm profitieren. Die Titel des Kupferproduzenten gingen mit einem Plus von 1,78 Prozent bei 166,00 Zloty aus dem Handel. Auch hohe Ölpreise konnten den Index stützen. So verteuerten sich Aktien von Grupa Lotos um 0,62 Prozent auf 37,13 Zloty. Öl wurde an der New Yorker Börse beinah auf einem 26-Monatshoch gehandelt.

Polimex-Mostostal legten um 0,75 Prozent auf 4,03 Zloty zu. Polens größtes Bauunternehmen habe einen 94,9 Millionen-Zloty-Vertrag zum Gleisbau an Land gezogen.

Budimex, Polens zweitgrößtes Konstruktionsunternehmen, erwarte für 2011 ein Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent. Die Aktien des Unternehmens gingen unverändert bei 102,00 Zloty aus dem Handel.

Auch Übernahmepläne sorgten für marktbewegende Impulse. So plane PBG, Polens größtes Bauunternehmen, seinen Anteil an Hydrobudowa Polska auf 25 Prozent aufzustocken. Verhandlungen mit PBG sollen Kreisen zufolge jedoch nur dann weiterverfolgt werden, wenn das Bauunternehmen sowohl Hydrobudowa als auch Aprivia zu einem Gesamtpreis von 127 Mill. Euro zu kaufen plane. Wertpapiere von PBG schlossen mit einem Minus von 0,93 Prozent bei 213,00 Zloty.

In Prag legte der PX um 1,23 Prozent auf 1 234 Punkte zu. Trotz einer rar gesäten Nachrichtenlage und keinen Impulsen durch US-Konjunkturdaten gingen die Schwergewichte in einem international freundlichen Umfeld einheitlich mit Kursgewinnen aus dem Handel. An die Spitze des PX setzten sich Titel der Komercni Banka mit einem Plus von 3,76 Prozent bei 4 529 Tschechischen Kronen. Dicht gefolgt wurden diese durch Aktien von Philip Morris mit einem Plus von 1,80 Prozent bei 10 180 Kronen und Wertpapieren von Unipetrol , die sich um 1,50 Prozent auf 195,90 Kronen verteuerten.

Mit etwas schwächeren Kursgewinnen zeigten sich Titel von Fortuna, die lediglich 0,12 Prozent auf 104,20 Kronen zulegten und Aktien der Vienna Insurance Group , die mit einem schwachen Plus von 0,10 Prozent bei 1 005 Kronen aus dem Handel gingen.

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