Osteuropäische Börsen
Budapest gewinnt, Prag verliert

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben sich am Dienstag nicht für eine einheitliche Richtung entscheiden können. Während die Börse in Budapest ein deutliches Plus verbuchte, büßte der Leitindex in Prag weiteren Boden ein.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben sich am Dienstag nicht für eine einheitliche Richtung entscheiden können. Während die Börse in Budapest ein deutliches Plus verbuchte, büßte der Leitindex in Prag weiteren Boden ein. Händler verwiesen auf das schwache europäische Börsenumfeld als Belastungsfaktor. Einige Märkte hätten sich aber nach den jüngsten Kursverlusten etwas erholt.

Bankwerte in Polen gut gesucht

In Warschau sank der Leitindex WIG-20 um 0,18 Prozent auf 2 611,60 Punkte, der breiter gefasste Wig-Index legte dagegen 0,17 Prozent auf 45 361,07 Zähler zu. Der Zloty gewann einiges an Terrain dazu, nachdem die polnische Wirtschaft im dritten Quartal so schnell wie seit zwei Jahren nicht gewachsen war. Polens größter Gasproduzent Pgnigx verzögerte daraufhin eine Entscheidung zur Senkung der Gaspreise. Die Aktien verloren 4,1 Prozent auf 3,47 Zloty. Dem Nachrichtenblatt "Parkiet" zufolge berät das Management von Kghm Polska Miedz eine Zusammenlegung der Sparten Bergbau und Hüttenwesen. Die Titel des Kupferunternehmens schlossen 1,0 Prozent tiefer bei 134 Zloty. Bankwerte schlossen dagegen höher. PKO Bank verteuerten sich um 1,4 Prozent auf 43 Zloty und Pekao zogen um 2,5 Prozent auf 182 Zloty nach oben. Polski Koncern Naftowy Orlen büßten hingegen 0,9 Prozent auf 43,20 Zloty ein.

Bewegung in Ungarn nach jüngster Schwäche

In Budapest gewann der Leitindex Bux 2,07 Prozent auf 20 221,37 Zähler ab. Die ungarische Zentralbank Magyar Nemzeti Bank hat überraschenderweise den Leitzinssatz im November von 5,25 auf 5,5 Prozent hinaufgesetzt. Hintergrund ist das Risiko einer über das Ziel hinausschießende Inflation. Bei ansonsten eher dünner Nachrichtenlage rückten die Papiere von Gedeon Richter in den Mittelpunkt, nachdem der Pharmakonzern 5 000 eigene Aktien zu einem Stückpreis von je 42 371 Forint kaufen will. Die Papiere schlossen 2,38 Prozent höher bei 43 000 Forint. Auch die übrigen Indexschergewichte präsentierten sich gut gesucht. MOL stiegen um 1,89 Prozent auf 18 595 Forint, OTP Bank verteuerten sich um 2,28 Prozent auf 4 925 Forint und Magyar Telekom zogen um 1,11 Prozent auf 545 Forint nach oben.

In Prag bremsen schwache Bankwerte

In Prag verlor der Leitindex PX 1,05 Prozent auf 1 107,2 Punkte. Die Analysten von Moody"s haben ihre Prognose für eine Reihe von Einlagenratings der Komercni Banka nach oben gesetzt. Diese Ratings geben darüber Auskunft, ob eine Bank in der Lage ist, in- und ausländische Einlagen pünktlich zurückzuzahlen. Die Aktien sanken im schwachen europäischen Branchenumfeld um 1,58 Prozent auf 4 050 Kronen. Nach einem Investorentreffen zu Wochenbeginn gingen Unipetrol mit plus 0,52 Prozent auf 195 Kronen aus dem Handel. Neben dem Forcieren von maßgeschneiderten Kundenlösungen möchte sich der Ölkonzern zukünftig auf Produkte mit einer hohen Gewinnspanne fokussieren. Die Papiere des Indexschwergewichts Erste Group Bank verbilligten sich indes um 1,45 Prozent auf 749 Kronen.

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