Osteuropäische Börsen
Gewinne in Prag und Budapest, Verluste in Warschau

Die osteuropäischen Aktienmärkte sind am Dienstag in einem schwachen internationalen Marktumfeld uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Steigenden Kursen in Prag und Budapest standen fallende Kurse in Warschau gegenüber.

dpa-afx WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Warschau sank der Leitindex WIG-20 um 1,39 Prozent auf 2 626,39 Punkte und der breiter gefasste WIG-Index verlor 1,24 Prozent auf 45 289,74 Zähler. Belastend wirkten sich vor allem Kursabgaben bei Rohstoffwerten aus: Die chinesische Nationalbank hatte überraschend ihre Zinsen angehoben und so die Kupfer- und Rohölpreise auf Talfahrt geschickt. Kghm rutschten um 5,2 Prozent auf 125,10 Polnische Zloty ab und PKN Orlen verloren 1,1 Prozent auf 39,15 Zloty. Auch Banken gaben nach. Schwergewichte wie die PKO Bank verloren 1,3 Prozent auf 46 Polnische Zloty, Bank Pekao sanken um 1,2 Prozent auf 181 Zloty. Die Anteilsscheine des zum Verkauf stehenden Versorgers Enea gingen mit einem kleinen Abschlag von 0,2 Prozent auf 22,95 Zloty aus dem Handel. Die polnische Regierung hat den französischen Energiekonzern GDF Suez sowie die polnische Kulczyk Holding für endgültige Gespräche über den Verkauf von 51 Prozent der Aktien ausgewählt.

Die Budapester Börse hat den Handel am Dienstag indes etwas höher beendet. Der ungarische Leitindex BUX legte um 0,30 Prozent auf 23 477,20 Punkte zu. Wie erwartet hatte das ungarische Parlament am späten Montagabend neue Sondersteuern für Großunternehmen im Energie-, Telekom - und Handelssektor gebilligt, die jedoch ohne größere Kurseinflüsse blieben. Deutlich nach oben ging es unter den ungarischen Schwergewichten bei den Papieren von MOL , die 2,58 Prozent auf 20 800 Ungarische Forint zulegten. Unternehmenschef Zsolt Hernadi hatte in Aussicht gestellt, dass der Steueraufwand geringer als erwartet ausfallen wird. Magyar Telekom schlossen mit einem Abschlag von 1,01 Prozent auf 585 Forint. Der europaweit solide Bankensektor ergab in Ungarn kein eindeutiger Bild: FHB legten leicht um 0,08 Prozent auf 1 190 Forint zu. OTP Bank hingegen verloren 0,45 Prozent auf 5 899 Forint.

Auch in Prag gab es leichte Gewinne. Der Leitindex PX schloss 0,26 Prozent höher bei 1 136,50 Punkten. Von Unternehmensseite rückten CEZ mit einem Plus von 2,90 Prozent auf 780,50 Tschechische Kronen in den Fokus der Anleger. Dabei hatte der tschechische Premier Petr Necas zuvor bestätigt, dass sich der Ausbau des Atomkraftwerks Temelin gegenüber den bisherigen Plänen des tschechischen Energiekonzerns verzögern wird. Der Technologielieferant solle wegen diverser Risiken erst im Jahr 2013 und nicht wie von CEZ geplant bereits 2012 ausgewählt werden. Unter den weiteren Schwergewichten stiegen Erste Group gleichauf mit einer positiven europäischen Branchentendenz um 0,30 Prozent auf 780,30 Kronen. Die Titel des Wettbewerbers Komercni Banka fielen hingegen um 0,65 Prozent auf 3 846 Kronen zurück. Schwach präsentierten sich auch Telefonica O2 mit einem Kursabschlag von 1,70 Prozent auf 380,80 Kronen.

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