Osteuropäische Börsen
Heftige Verluste in Budapest

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben den Handel am Mittwoch mit Verlusten beendet. Diese fielen allerdings sehr unterschiedlich aus. Während Prag schwach und Budapest sogar sehr schwach schlossen, verzeichnete Warschau zum Handelsende lediglich ein minimales Minus.

WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die Märkte in Osteuropa mussten heute teils heftige Verluste hinnehmen. In Prag fiel der PX um 1,11 Prozent auf 1 128 Zähler.Die EU-Kommission hatte bereits am Dienstag bestätigt, beim staatlichen tschechischen Energiekonzern Cez Razzien wegen des Verdachts auf Wettbewerbsverzerrungen durchgeführt zu haben. Die Analysten von KBC Securities geben für das Unternehmen nach den jüngsten Neuigkeiten weiterhin eine Kaufempfehlung ("Buy") mit einem Kursziel von 1 010 Tschechischen Kronen. CEZ-Aktien befestigten sich leicht um 0,24 Prozent auf 863,60 Kronen, nachdem die Titel am Vortag noch mehr als zweieinhalb Prozent verloren hatten.

Klaren Verkaufsdruck gab es im Finanzbereich zu beobachten. Die Aktien des Schwergewichts Erste Group verbilligten sich um 1,58 Prozent auf 742,10 Kronen. Die Papiere des Wettbewerbers Komercni Banka verloren fast zwei Prozent auf 3 779 Kronen.

In Budapest rutschte der BUX um 2,12 Prozent auf 20 674 Punkte ab. Eine unklare Stimmung an den internationalen Leitbörsen hätten die Anleger in Ungarn zu Aktienverkäufen genutzt, hieß es aus dem Handel. Die Abschläge gingen auch quer durch alle Branchen. Klaren Verkaufsdruck gab es in Budapest bei den Aktien von Mol zu beobachten. Die Aktien des schwer gewichteten Öl- und Gasunternehmens fielen um 2,88 Prozent auf 15 830 Ungarische Forint.

Die Papiere der OTP Bank verbuchten einen klaren Kursrückgang von 1,81 Prozent auf 5 450 Forint. Die Titel des Wettbewerbers FHB sanken hingegen nur um moderate 0,23 Prozent auf 1 268 Forint.

Deutlich tiefere Kurse zeigten auch die Werte aus dem Pharmabereich. Richter sackten um 2,38 Prozent Forint ab und Egis verloren 1,59 Prozent auf 19 140 Forint.

In Warschau gab der WIG-20 marginal um 0,03 Prozent auf 2 365 Zähler ab. Der breiter gefasste WIG-Index sank moderat um 0,18 Prozent auf 39 877 Einheiten.

Eine richtungslose Tendenz an den internationalen Leitbörsen sorgte in Polen für kaum veränderte Schlussstände. Die US-Konjunkturdaten seien gemischt ausgefallen und hätten damit keine klaren Impulse geliefert, hieß es aus dem Handel.

Einen Kurssprung von 15,41 Prozent auf 31,75 Polnische Zloty verzeichneten hingegen Petrolinvest. Das Ölförderunternehmen hatte ein Abkommen mit Pgnig zur Durchführung von Projekten zur Öl- und Gasgewinnung unterzeichnet. Die Titel von Pgnig sanken um 1,03 Prozent auf 3,83 Zloty.

Von höheren Ölpreisen profitierte Pkn Orlen . Die Aktien des führenden polnischen Ölunternehmen befestigten sich um 1,11 Prozent auf 30,85 Zloty. Die Papiere des Wettbewerbers Grupa Lotus erhöhten sich um 1,63 Prozent auf 30,50 Zloty.

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