Osteuropäische Börsen
Indizes weiter im Aufwind

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Donnerstag weiter zugelegt. Händler verwiesen auf die guten Vorgaben, nachdem sich die Sorgen um die Schuldenkrise in der Eurozone weiter entspannt hätten.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Donnerstag weiter zugelegt. Händler verwiesen auf die guten Vorgaben, nachdem sich die Sorgen um die Schuldenkrise in der Eurozone weiter entspannt hätten. Der steigende Euro und die fallenden Renditen in den Peripherieländern der Eurozone untermauerten diese Annahme.

Gazprom wohl an polnischem Chemieunternehmen interessiert

In Warschau stieg der Leitindex WIG-20 um 0,55 Prozent auf 2 682,05 Punkte, der breiter gefasste Wig-Index legte 0,73 Prozent auf 46 481,15 Zähler zu. Kreisen zufolge überdenkt der russische Gasriese Gazprom die Option ein polnisches Chemieunternehmen zu übernehmen. Besonderes Interesse bestünde für die Polski Koncern Naftowy Orlen-Einheit Anwil, das verstaatliche Unternehmen Zaklady Azotowe Pulawy und Ciech. Ciech schlossen 3,25 Prozent höher bei 21,59 Zloty. Auch Analystenkommentare sorgten für marktbewegende Impulse. So gewannen Titel von PKN Orlen 3,54 Prozent auf 46,49 Zloty nach einer Kurszielerhöhung von 46,00 auf 54,10 Zloty durch die Analysten von Goldman Sachs. TVN-Aktien wurden von der Raiffeisen Centrobank von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Die Aktien schlossen mit einem Plus von 1,39 Prozent bei 16,72 Zloty.

In Budapest gewann der Leitindex Bux 0,35 Prozent auf 21 365,49 Zähler. Vor allem Analystenkommentare sorgten laut Händlern für marktbewegende Impulse. Die Aktien des Ölunternehmens Magyar Olay es Gazipari (Mol) wurden von Goldman Sachs von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Die Aktien gewannen 1,58 Prozent auf 19 200 Forint. Ungarns größtes Pharmaunternehmen, Gedeon Richter , hat unterdessen in einem Aktienrückkaufprogramm 17 660 Aktien im Over-The-Counter-Handel (OTC) zurückgekauft, die für ein Arbeitnehmer-Bonusprogramm eingesetzt werden sollen. Die Aktien gingen unverändert bei 44 800 Forint aus dem Handel. Unter den anderen Schwergewichten zählten Egis mit plus 0,26 Prozent auf 19 150 Forint und OTP Bank mit einem Aufschlag von 0,88 Prozent auf 5 233 Forint zu den Gewinnern. An die Spitze des BUX setzte sich aber Fotex Reszvenytarsasag mit einem Kurssprung von 4,32 Prozent auf 410 Forint.

Unipetrol An der Prager Börse im Fokus von Analysten

In Prag stieg der Leitindex PX um 1,50 Prozent auf 1 165,7 Punkte. Im Branchenvergleich zeigten sich Banken- und Versicherungstitel unter den größten Gewinnern. Papiere von Erste Group Bank schlossen mit einem Plus von 2,29 Prozent bei 813,20 Kronen, Titel der Komercni Banka gewannen 0,69 Prozent auf 4 380 Kronen und Aktien der Vienna Insurance Group endeten 3,43 Prozent höher bei 939,10 Kronen. Unterstützt wurde diese positive Entwicklung durch die Bestätigung des Leitzinsniveaus von einem Prozent durch die EZB und der darauffolgenden Pressekonferenz, hieß es. Die EZB betonte die Weiterführung des Anleihenrückkaufsprogramms. Unipetrol stiegen nach einer Hochstufung von "Reduce" auf "Hold" durch Raiffeisen Centrobank um 2,06 Prozent auf 198 Kronen.

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