Osteuropäische Börsen
Nur Budapest folgt freundlichem Umfeld

Die wichtigsten Osteuropa-Börsen haben am Donnerstag ungeachtet des weltweit positiven Umfelds weiter nachgegeben. Lediglich Budapest schloss ähnlich wie die anderen europäischen Aktienmärkte mit einem Plus.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Warschau fiel der WIG-20 um 0,25 Prozent auf 2 314,28 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index sank um 0,21 Prozent auf 39 169,19 Punkte. Das Handelsvolumen betrug 1,194 (Vortag: 1,84) Mrd. Zloty. Damit zeigte sich der polnische Leitindex zum vierten Tag in Folge schwächer.

Die Papiere von Enea fielen zum dritten Mal in Folge, und zwar im Tief um 1,40 Prozent auf 18,31 Zloty, um dann bei 18,51 Zloty zu schließen. Der polnische Staat wird über 15 Prozent an dem Energieunternehmen verkaufen, sagte der polnische Finanzminister in einem Interview. Kghm Polska Miedz fielen um 3,60 Prozent auf 99,50 Zloty. Die Aktie litt unter nachgebenden Kupferpreisen.

Die Titel der Kredyt Bank konnten hingegen zum ersten Mal in dieser Woche zulegen, und zwar um 1,30 Prozent auf 11,65 Zloty. Die polnische Tochter der KBC Gruppe teilte mit, dass die Umsätze ihrer Finanzdienstleister-Gruppe Zagiel den Nettogewinn der Bank um deutliche 230 Mill. Zloty erhöhen werden.

PGE verloren 0,60 Prozent auf 23,83 Zloty. Das Unternehmen spielt mit dem Gedanken, im kommenden Jahr für Energa SA zu bieten. Damit könnte PGE Energa dazu nutzen, die ersten Atomkraftwerke Polens zu bauen.

An der Prager Börse schloss der Prager Leitindex PX 0,44 Prozent tiefer bei 1 100,00 Punkten. Das Handelsvolumen belief sich auf 843,9 (Vortag: 1,16 Mrd.) Mill. tschechische Kronen.

Aktien der Komercni Banka fielen um 1,75 Prozent auf 3 655 Kronen. Telefonica O2 gaben 1,39 Prozent auf 418,10 Kronen ab. Ceske Energeticke Zavody (CEZ) fielen um 0,18 Prozent auf 852,20 Kronen. Unipetrol stiegen hingegen um 0,07 Prozent auf 136,10 Kronen.

Gegen den negativen Trend bei den Nachbarn schloss die Budapester Börse mit Gewinnen. Der BUX stieg um 0,94 Prozent auf 20,551,62 Zähler. Insgesamt wurden Aktien für 12,14 (Vortag: 24,89) Mrd. Forint gehandelt.

Die Aktien von Magyar Olay es Gazipari (Mol) stiegen um 1 Prozent auf 15 560 Forint. Dies ist der steilste Anstieg in dieser Woche in dem Titel. Ungarns größtes Ölunternehmen konnte von steigenden Rohölpreisen profitieren. Die US-Regierung hatte zuvor einen Rückgang bei den Lagerbeständen von Naturgas bekanntgegeben. Der Rückgang fiel dabei stärker aus, als von Analysten vorausgesehen worden war.

Papiere der OTP Bank stiegen um drei Prozent auf 5 379 Forint. Dies ist der stärkste Anstieg seit dem 23. November. Die Bank konnte von steigenden Banknotierungen in Griechenland profitieren. Aber auch freundliche Aktienmärkte in Europa sowie die steigende Zuversicht in die Konjunkturerholung der USA beflügelten Banktitel. "Wenn der Markt generell Richtung Norden dreht, werden sich Leerverkäufer (Short-Positionen - Spekulationen auf fallende Märkte) eindecken müssen und Aktien somit Auftrieb geben. Dann könnte sich die Aktie der OTP-Bank schnell über 5 500 Forint bewegen", so ein Händler.

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