Osteuropäische Börsen
Ost-Börsen trotzen der Dubai-Krise

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Montag mit Kursgewinnen geschlossen. Damit spielten die Sorgen um die weitere Entwicklung in Dubai, die im Tagesverlauf auf den großen europäischen Börsen gelastet hatte, in Warschau, Prag und Budapest keine Rolle.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Warschau legte der WIG-20 um 1,68 Prozent auf 2 366 Zähler zu. Der breiter gefasste WIG-Index stieg um 1,10 Prozent auf 39 511 Punkte. Vor allem Werte aus dem Rohstoffbereich tendierten in Warschau höher und zogen damit die Indizes in die Höhe.

Unter den Einzeltiteln gewannen Kghm Polska 2,67 Prozent auf 107,80 Polnische Zloty. Die Aktien profitierten nach Händlerangaben von höheren Kupferpreisen. Pkn-Orlen- Papiere stiegen beflügelt von einer positiven Analysteneinschätzung und höheren Ölpreisen um 2,47 Prozent auf 31,10 Zloty. Die Analysten von der Unicredit hatten für das Unternehmen ihre Anlageempfehlung "buy" bekräftigt und ihr Kursziel um 4,5 Prozent auf 34,50 Zloty angehoben. Die Titel von Enea gewannen 3,62 Prozent auf 18,30 Zloty.

Die Privatisierung der Börse in Warschau (GPW) ist wohl gescheitert, wurde zudem bekannt. Die Regierung arbeite nun an einer neuen Strategie, sagte die Vize-Ministerin im Schatzressort, Joanna Schmid der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Diese bestehe darin, "die Börse selbst an die Börse zu bringen", so Schmid. Grund dafür sei, dass die Deutsche Börse ihr Angebot für einen Anteil von 51 Prozent an der GPW nicht bis zum vergangenen Freitag präzisiert habe. Die Deutsche Börse war der einzige Interessent für den Mehrheitsanteil an der polnischen Börse.

In Prag stieg der PX um 0,45 Prozent auf 1 116,50 Punkte. Der Wochenauftakt gestaltete sich an der tschechischen Börsen recht ruhig, hieß es. Auch die Nachrichtenlage von Unternehmensseite blieb dünn gesät.

Die Verluste beim Indexschwergewicht Erste Group Bank (minus 1,27 Prozent auf 713,80 Tschechische Kronen) verhinderten in Prag zudem höhere Schlussstände bei den Indizes. Noch deutlicher unter Verkaufsdruck kamen Vienna Insurance ohne fundamentale Nachrichten mit einem Abschlag von 3,37 Prozent auf 938,30 Kronen.

Höher ging es jedoch für Werte aus dem Energiebereich. Cez verteuerten sich um 0,57 Prozent auf 864,80 Kronen. Die Aktien von Unipetrol gewannen 1,20 Prozent auf 134,90 Kronen. Ein schönes Plus von 2,43 Prozent auf 3 800 Kronen verbuchten auch Komercni Banka .

In Budapest stieg der BUX um deutliche 2,66 Prozent auf 20 806 Einheiten. Nach oben gezogen wurde der ungarische Leitindex von starken Kursaufschlägen von mehreren Schwergewichten.

Nach etwas höheren Rohölpreisen befestigten sich Mol um 2,52 Prozent auf 15 990 Ungarische Forint. Noch deutlicher in der Gewinnzone zeigten sich Richter- Papiere mit einem Aufschlag von 4,30 Prozent auf 42 400 Forint. Die Analysten von der UBS hatten ihr Kursziel für die Pharmaaktien auf 47 000 Forint hochgesetzt.

Starke Kurszuwächse wiesen auch die Finanztitel auf. Die Aktien der OTP Bank verteuerten sich um 2,52 Prozent auf 5 450 Forint. Die Papiere des Wettbewerbers Fhb schossen um 4,01 Prozent auf 1 269 Forint hoch.

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