Osteuropäische Börsen
Schwaches Umfeld, schwache Kurse

Die osteuropäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Minus geschlossen. Börsianer begründeten die Kursverluste mit dem schwachen Börsenumfeld in Europa.

dpa-AFX WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Der ungarische Leitindex Bux sank um 0,67 Prozent auf 23 261,50 Punkte. Nachdem gestern bekannt wurde, dass der Öl- und Gaskonzern (Mol) seinen unbeliebten Anteilshaber Surgutneftegaz loswerden dürfte, wartete das Unternehmen heute mit der Ankündigung einer Unternehmensanleihe auf. Der Konzern möchte 5,05 Mrd. Forint mit einer 18 Monate dauernden Anleihe und einer Verzinsung von sechs Prozent einnehmen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Titel schlossen mit minus 0,21 Prozent bei 20 700 Forint.

Unter den restlichen Indexschwergewichten konnten sich einzig Richter Gedeon um 0,64 Prozent auf 46 800 Forint verbessern. Magyar Telekom und OTP Bank stießen auf kein Kaufinteresse am Markt. Sie verloren 0,51 Prozent auf 584 Forint respektive 1,94 Prozent auf 5 805 Forint.

In Warschau schloss der Leitindex Wig-20 mit einem Minus von 0,47 Prozent bei 2 629,35 Punkten. Der breiter gefasste Wig-Index sank indes um 0,22 Prozent auf 45 756,17 Punkte. Mit Quartalszahlen standen Bank Millennium und TVN im Blickpunkt der Anleger. Beim Geldhaus überraschte der Nettogewinn im dritten Quartal positiv. Die Tochter der Banco Comercial Portugues verzeichnete unterm Strich einen Überschuss von 76,3 Mill. Zloty. Vor einem Jahr hatte noch ein Fehlbetrag von 87 Mill. Zloty zu Buche gestanden. Die Titel stiegen um 0,20 Prozent auf 4,99 Zloty.

Beim Fernsehsender TVN fiel das Ergebnis ebenfalls über den Erwartungen aus. Der Nettogewinn stieg im dritten Jahresviertel um 4,7 Prozent auf 61 Mill. Zloty. Analysten hatten im Vorfeld mit lediglich 35,8 Mill. Zloty gerechnet. Der Medienkonzern verwies auf gestiegene Einnahmen durch Anzeigen und Werbung. Die Titel schlossen dennoch um 1,60 Prozent schwächer bei 18,5 Zloty. In einer Ersteinschätzung hatten die Analysten der Credit Suisse die Titel des Versorgers PGE mit "Neutral" und einem Kursziel von 23,60 Zloty eingestuft. Die Aktie fiel um 0,50 Prozent auf 21,88 Zloty.

Der Prager Leitindex PX sank um 0,31 Prozent auf 1 154,5 Punkte. Die Papiere von New World Resources (NWR) verloren um 0,58 Prozent auf 221,90 Kronen. Händler verwiesen auf Gerüchte, wonach der größte europäische Kohleproduzent JSW für den polnischen Konzern Bogdanka, an dem NWR interessiert ist, ebenfalls ein Angebot vorlegen könnte. Bislang sei jedoch noch kein Kontakt zum Management und den Aktionären von Bogdanka aufgenommen worden, sagte JSW-Chef Jaroslaw Zagorowski.

In einem schwachen europäischen Bankensektor gaben die Papiere der Erste Group Bank um minimale 0,05 Prozent auf 803 Kronen nach und Komercni-Banka-Titel gingen mit einem Minus von 2,30 Prozent bei 4 030 Kronen aus dem Handel. Mit fester Tendenz präsentierten sich hingegen die Anteilsscheine von Ceske Energeticke Zavody (CEZ) , die um 0,51 Prozent auf 769,90 Kronen anzogen.

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