Osteuropäische Börsen
Verluste in Warschau, Prag und Budapest

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Montag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Besonders arg traf es Anleger in Budapest.

HB WARSCHAU. In Prag verlor der der PX 0,49 Prozent auf 1 141 Punkte. Im Übernahmepoker hatte der Finanzchef von New World Resources (NWR) von "konstruktiven" Gesprächen mit den Aktionären des polnischen Kohleproduzenten Bogdanka gesprochen. Das Angebot läuft am 29. November aus. In der kommenden Woche sind daher intensive Gespräche zwischen dem Management und den Aktionären beider Unternehmen zu erwarten. NWR gingen daraufhin mit einem Kursminus von 1,43 Prozent auf 213,50 tschechische Kronen aus dem Handel.

Die Aktionäre des größten lokalen Stromproduzenten Ceske Energeticke Zavody (CEZ) wählten unterdessen einen neuen achtköpfigen Aufsichtsrat. Die Titel des Unternehmens schlossen daraufhin 0,60 Prozent tiefer bei 741,50 Kronen.

Einem Medienbericht zufolge dürfte der Immobilienentwickler Orco einen Kredit in der Höhe von zehn Mill. Euro kapitalisieren. Dieser steht im Zusammenhang mit einem Investment in einem Urlaubsresort in Kroatien. Orco hat derzeit einen Anteil von 55 Prozent am Resort. Die Zustimmung der Minderheitsaktionäre und der kroatischen Regierung steht noch aus. Orco verloren 0,95 Prozent auf 181,01 Kronen.

Unter den Gewinnern befanden sich AAA Auto Group (plus 1,95 Prozent auf 19,38 Kronen), KIT Digital (plus 2,71 Prozent auf 223,50 Kronen) und Vienna Insurance (plus 0,63 Prozent auf 962,60 Kronen). Philip Morris schloss mit einem Plus von 0,47 Prozent auf exakt 10 000 Kronen.

In Budapest fiel der Bux um 0,93 Prozent auf 22 285 Zähler. Nachdem die Titel von OTP Bank schon zu Wochenschluss ungeachtet positiver Geschäftszahlen leicht im Minus geschlossen hatten, bauten sie zu Wochenbeginn ihre Verluste aus und gingen mit einem deutlichen Abschlag von 3,60 Prozent auf 5 210 ungarische Forint aus dem Handel. Im Handelsverlauf hatten die Wertpapierexperten von Goldman Sachs ihr Kursziel von 7 494 auf 7 341 Forint nach unten gesetzt.

Unter den übrigen Schwergewichten schlossen Mol mit einem leichten Zugewinn von 0,21 Prozent auf 20 645 Forint. Richter Gedeon verbuchten ein Kursplus von 0,97 Prozent auf 45 945 Forint. Magyar Telekom verloren hingegen 0,50 Prozent auf 587 Forint.

In Warschau verlor der WIG-20 0,38 Prozent auf 2 645 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index rutschte um 0,23 Prozent auf 45 902 Punkte ab.

Der Kupfergigant Kghm Polska Miedz hat seinen Anteil am Stromerzeuger Tauron um 65 000 Aktien erhöht. Der Gesamtanteil, den Kghm nun an Tauron hält, wurde jedoch nicht bekanntgegeben. Kghm-Titel legten um 0,65 Prozent auf 138,6 polnische Zloty zu.

Der polnische Milliardär Zygmunt Solorz-Zak, ein einflussreicher Aktionär des Rundfunkunternehmens Cyfrowy Polsat, ist nicht an Akquisitionen im Telekomsektor interessiert. Interessiert zeigte er sich hingegen an einer Ausweitung der Infrastrukturentwicklung, die den Internetzugang mit Hilfe von LTE-Technologie ermöglicht. Cyfrowy Polsat schlossen mit einem Plus von 0,26 Prozent auf 15,24 Zloty.

In einer neuen Bewertung stuften die Analysten von Goldman Sachs die Aktien von Central European Distribution auf "buy" ein. Die Titel des Wodkaerzeugers gingen mit einem Aufschlag von 1,54 Prozent auf 72,6 Zloty aus dem Handel. Die Experten von ING Groep erhöhten unterdessen ihr Anlagevotum für die Titel von PZU von "sell" auf "hold". Die Papiere des größten lokalen Versicherers schlossen mit einem Plus von 0,25 Prozent auf 366,2 Zloty.

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