Osteuropäische Börsen
Warschau, Budapest und Prag mit Gewinnen

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Mittwoch deutliche Kursgewinne verzeichnet. Sie folgten damit laut Händlern den anderen internationalen Aktienmärkten, die zu einer kräftigen Erholungsbewegung angesetzt haben.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Mittwoch deutliche Kursgewinne verzeichnet. Sie folgten damit laut Händlern den anderen internationalen Aktienmärkten, die zu einer kräftigen Erholungsbewegung angesetzt haben. Händler verwiesen auf eine Entspannung der Euro-Schuldenkrise gemessen an sinkenden Risikoaufschlägen der Sorgenkinder Portugal und Spanien sowie auf positive Konjunkturdaten aus China und den USA. Vor allem Banken hätten sich von ihrer Talfahrt erholt.

Bankwerte in Polen klar im Fokus

In Warschau stieg der Leitindex WIG-20 um 2,14 Prozent auf 2 667,42 Punkte, der breiter gefasste Wig-Index legte 1,73 Prozent auf 46 145,34 Zähler zu. Nicht nur aus China und den USA wurden laut Händlern positive Konjunkturdaten vermeldet, auch die polnischen Daten sorgten für Optimismus. Polen wies im dritten Quartal mit einem Plus von 4,2 Prozent auf Jahressicht beim Bruttoinlandsprodukt eine der höchsten Wirtschaftswachstumsraten in Europa aus. Wie an den anderen europäischen Börsen standen die Bankenwerte im Fokus: PKO Bank legten 2,00 Prozent auf 43,86 Zloty zu und Bank Pekao gewannen 0,55 Prozent auf 183 Zloty. Indessen dürften für die Polbank nur mehr zwei Bieter im Rennen um die Übernahme sein, wie mit der Sache vertraute Kreise berichteten. Intesa Sanpaolo und Credit Mutuel seien die wahrscheinlichsten Kandidaten. Ein Tochterunternehmen des Minenkonzerns Kghm Polska Miedz hat indes 85 Prozent des staatlichen Altmetall-Unternehmens Centrozlom Wroclaw für 176,4 Mill. Zloty übernommen. Kghm gingen um 3,81 Prozent fester bei 139,1 Zloty aus dem Handel.

Alle Schwergewichte in Ungarn weit im Plus

In Budapest gewann der Leitindex Bux 3,16 Prozent auf 21 291,84Zähler. Der ungarische Pharmakonzern Richter Gedeon befindet sich aktuell in Einkaufslaune - vor allem nach eigenen Aktien. Nachdem das Unternehmen in der vergangenen Woche am Markt 3 000 Stück eigene Papiere zurückgekauft hatte, hat sich Richter erneut mit 2000 Anteilscheinen zum Preis von je 42 818 Forint eingedeckt hat. Die Titel kletterten um 4,19 Prozent auf 44 800 Forint. Unter den restlichen Schwergewichten konnten die Bankenwerte der OTP Bank im sehr freundlichen europäischen Umfeld 5,32 Prozent auf 5 187 Forint zulegen. Papiere der Magyar Olay es Gazipari (Mol) rückten um 1,64 Prozent auf 18 900 Forint zu, während Magyar Telekom um unterdurchschnittliche 0,92 Prozent auf 550 Forint gewannen.

Prager Börse schließt weit in der Gewinnzone

In Prag stieg der Leitindex PX um 3,73 Prozent auf 1 148,5 Punkte. In Tschechien zogen vor allem die Bankenwerte wie Erste Group Bank mit plus 6,14 Prozent auf 795 Kronen und Komercni Banka mit einem Anstieg um 7,41 Prozent auf 4 350 Kronen den Markt nach oben. In den Fokus rückten auch die Papiere des Energieriesen CEZ, die um 0,47 Prozent auf 754,5 Kronen zulegten. Der Konzern will eine in Euro begebene Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren auf den Markt bringen. Die Übernahmepläne des tschechischen Minenkonzerns New World Resources (NWR) für den polnischen Mitbewerber Bogdanka sind vorerst geplatzt. Das Angebot sei gestern abgelaufen, nachdem NWR die Hürde von 75 Prozent der Bogdanka-Aktien nicht übernehmen hatte können. NWR gingen um 3,32 Prozent höher bei 211,80 Kronen aus dem Handel.

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