Osteuropäische Börsen
Warschau hängt Prag und Budapest ab

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Mittwoch mit Gewinnen geschlossen. Tagesbeste war die Börse in Warschau, wo der WIG-20-Index um fast einen Prozent kletterte.

Warschau/Prag/Budapest (dpa-AFX/APA) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Mittwoch mit Gewinnen geschlossen

In Warschau stieg der WIG-20 um 0,92 Prozent auf 2 662,32 Punkte.

Angesichts steigender Kupferpreise am Weltmarkt konnten die Titel des Kupferproduzenten Kghm Polska Miedz um 2,52 Prozent auf 138,1 polnische Zloty zulegen. Die Papiere des Ölkonzerns PKN Orlen (plus 1,38 Prozent auf 44 Forint) konnten den dritten Tag in Folge hinzugewinnen.

Der Aufsichtsrat des zweitgrößten polnischen Mineralölkonzerns Lotos habe dem Ankauf von 59 Prozent des litauischen Ölbohrungsunternehmens Geonafta zugestimmt, berichtete das Nachrichtenblatt "Dziennik Gazeta Prawna". Lotos hält derzeit schon 41 Prozent am litauischen Unternehmen und würde dieses somit vollständig übernehmen. Die Übernahme werde im Dezember abgeschlossen und komme einem Kaufpreis von mehr als 130 Mill. Zloty (44 Mill. Dollar) gleich, so "Dziennik Gazeta Prawna" weiter. Die Experten von KBC Securities stuften den Kaufpreis als "vernünftig" ein. Lotos schlossen mit einem Kursverlust von 1,26 Prozent auf 31,4 Zloty.

Der Satellitenfernsehen-Anbieter Cyfrowy Polsat startet unterdessen mit seinen Weihnachtsangeboten. Einer Analyse von "KBC Securities" zufolge sind die Angebote von Cyfrowy Polsat nicht so aggressiv wie jene von Mitbewerbern. Die Papiere des Unternehmens schlossen mit einem Abschlag von 0,98 Prozent auf 15,14 Zloty.

Der Vermögensentwickler Echo Investment hatte mitgeteil, Leasing-Vereinbarungen im Umfang von 4 500 Quadratmetern in einem Warschau Bürokomplex unterzeichnet zu haben. Unter den Mietern befänden sich unter anderem S & T Services Poland, Medac Poland und Track Tec. Einschließlich der soeben getroffenen Vereinbarung seien nun annähernd 90 Prozent des 34 000 Quadratmeter fassenden Bürokomplexes schon vermietet. Echo Investment gingen unverändert bei 5,27 Zloty aus dem Handel.

In Budapest legte der Bux um 0,18 Prozent auf 21 992,72 Punkte zu.

Die ungarische Regierung dürfte Mitgliedern von privaten Pensionsfonds ein Angebot unterbreiten, ihre Portfolios dem staatlichen System zu unterstellen, hieß es. Laut Finanzminister Matolcsy dürften verpflichtende private Pensionssysteme bald der Vergangenheit angehören. Spekulationen um diese Aussage wirkten auf den Börsenmarkt etwas belastend.

Die Wertpapierexperten der Raiffeisen Centrobank (RCB) hatten unterdessen ihr Kursziel für Mol-Titel von 21 081 auf 22 600 ungarische Forint angehoben. Das Anlagevotum für die Papiere des Öl- und Gaskonzerns wurden hingegen unverändert beibehalten. In ihrer Analyse merkten die Experten die Entdeckung von Erdölvorkommen in Pakistan und Kurdistan positiv an. Diese dürften das mittelfristige Produktionswachstum des Unternehmens sichern, teilten die Analysten mit. Zudem hätten die Vermögensanteile der kroatischen Mol-Tochter INA in der Adria und Syrien eine bessere Performance als bisher erwartet hingelegt.

Hingegen werde der kurzfristige Ausblick von der neuen Krisensteuer negativ beeinflusst. Dadurch dürften die Gewinne in den Jahren 2010 bis 2012 um 1 270 Forint je Aktie tiefer ausfallen, so die Experten weiter. Investoren hätten die jüngsten Regierungsmaßnahmen negativ aufgenommen. Während die Experten die Aussicht auf das Betriebsergebnis (Ebit) anhoben, erwarten sie einen unveränderten Nettogewinn im Jahr 2010 und Gewinneinbußen in den Folgejahren 2011 und 2012. MOL-Titel gingen daraufhin kaum verändert (minus 0,04 Prozent auf 20 190 Forint) aus dem Handel.

Von einem Defizit in Höhe von derzeit acht Mrd. Forint im Gesundheitsfonds dürften die Pharmaunternehmen Richter Gedeon (minus 0,63 Prozent auf 45 400 Forint) und Egis (minus 0,65 Prozent auf 20 365 Forint) belastet werden. Im Gesamtjahr könnte das Defizit bis auf zehn Mrd. Forint anwachsen, so die Experten von "KBC Securities". Beide Unternehmen könnten - ausgehend von ihren Marktanteilen - einer Zahlung von je 0,25 Mrd. Forint ausgesetzt sein.

In Prag kletterte der PX um 0,31 Prozent auf 1 125,50 Punkte nach oben.

Die Wertpapierexperten von Goldman Sachs hatten das Kursziel für CEZ-Titel von 1 006 auf 1 013,73 tschechische Kronen angehoben. Zudem hatte der größte tschechische Stromproduzent angeboten, seine in Euro notierenden und 2011, 2012 und 2013 fällig werdenden Anleihen zurückzukaufen oder gegen neue auszutauschen. Die Titel des Unternehmens gingen daraufhin mit einem Zugewinn von 1,37 Prozent auf 755,10 Kronen aus dem Handel.

Einer Meldung der Internet-Plattform "patria.cz" zufolge haben die Aktionäre von New World Resources (NWR) dem Angebot, das polnische Kohleunternehmen Bogdanka zu übernehmen, zugestimmt. Der tschechische Konzern könne einen Anteil von 15 Prozent an neuen Aktien im Wert von umgerechnet 15,9 Mill. Euro auf den Markt bringen. NWR-Titel schlossen mit einem Plus von 2,77 Prozent auf 211,80 Kronen.

Unter den weiteren Indexschergewichten schlossen Erste Group mit einem leichten Aufschlag von 0,16 Prozent auf 775,20 Kronen und Unipetrol gewannen 2,29 Prozent auf 196,50 Kronen hinzu. Auch Vienna Insurance (plus 0,70 Prozent auf 938 Kronen) konnten etwas zulegen. Komercni Banka verbilligten sich hingegen um 2,16 Prozent auf 4 070 Kronen, Telefonica O2 schlossen 0,24 Prozent tiefer bei 369 Kronen.

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