Osteuropäischen Börsen
Warschau und Budapest hängen Prag ab

Die osteuropäischen Aktienmärkte sind am Montag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Doch während die Warschauer und Budapester Börse mit einem Plus von fast einem Prozent aus dem Handel gingen, mussten sich die Händler in Prag mit weitaus weniger zufrieden geben.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Der Budapester Bux legte um 0,89 Prozent auf 20 565,94 Zähler zu. In einem positiven internationalen Börsenumfeld legte auch der ungarische Leitindex zu. Der Wochenstart wurde als sehr ruhig beschrieben. Auch Unternehmensnachrichten wurden in Ungarn kaum publiziert. Dementsprechend dünn fielen auch die Handelsumsätze aus.

In den Blickpunkt rückte hingegen die Ungarische Notenbank und reduzierte den Leitzins um 25 Basispunkte auf 6,25 Prozent. Der Markt hatte mit einer Senkung um 50 Basispunkte gerechnet. "Unsicherheiten rund um den internationalen Finanzmarkt" wurden als Grund für die geringere Leitzinssenkung angeführt.

Unter den Einzelwerten gewannen die Aktien des Erdölkonzerns Magyar Olay es Gazipari (Mol) 1,34 Prozent auf 16 195 Forint. Kursaufschläge verbuchten auch die Bankenwerte. Während sich die Titel von OTP Bank deutlich um 1,90 Prozent auf 5 360 Forint verteuerten, legten die Papiere der FHB Land Credit & Mortgage Bank leicht um 0,39 Prozent auf 1 265 Forint zu.

In Warschau stieg der Wig-20 um 0,83 Prozent auf 2 341,90 Zähler. Der breiter gefasste Wig-Index legte um 0,47 Prozent auf 39 583,42 Punkte zu. Die EU-Kommission hatte die Pläne Polens zur Rekapitalisierung des Finanzsektors bewilligt. "Die polnische Rekapitalisierungsregelung für Banken wird die negativen Auswirkungen der derzeitigen Finanzkrise auf das polnische Finanzsystem mildern", begründete EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes die Entscheidung.

Zur Stärkung der Finanzmarktstabilität bietet Polen an, Kapitalerhöhungen von Geldhäusern, die nicht in der Lage sind, die benötigten Finanzmittel auf dem Markt aufzunehmen, in Form von Vorzugsaktien oder nachrangigen Schuldtiteln bis zur vollen Höhe zu zeichnen. Die Meldungen konnten die polnische Bankenaktien jedoch nur wenig antreiben. PKO-Titel stiegen um 1,06 Prozent auf 38,31 Zloty. Die Papiere der ING Bank Slaski, der viertgrößte Bank Polens, legten um 0,78 Prozent auf 776 Zloty zu. Aktien der Bank Pekao sanken sogar um 0,12 Prozent auf 162,50 Zloty.

Die Aktien von Cersanit zogen um 4,60 Prozent auf 15,0 Zloty an. Der in Polen führende Hersteller von Keramikfliesen kündigte an, im kommenden Jahr auf Nettobasis in die Gewinnzone zurückzukehren.

Der Prager Leitindex PX stieg leicht um 0,05 Prozent auf 1 109,10 Punkte. Marktteilnehmer sprachen von einer sehr ruhigen Wochenbeginn mit kaum Nachrichten. Unterstützend wirkte die positive Stimmung an den internationalen Leitbörsen. Auch die Handelsumsätze blieben sehr dünn, hieß es.

Höher ging es in einem starken europäischen Finanzsektor auch für die tschechischen Bankentitel. Die Titel des Schwergewichtes Erste Group Bank verbesserten sich um 0,59 Prozent auf 687,0 Kronen. Die Papiere des Wettbewerbers Komercni Banka legten um 0,65 Prozent auf 3 875,0 Kronen zu.

Etwas nach oben ging es auch mit den Papieren von Ceske Energeticke Zavody (CEZ) . Die Aktien des Energieversorgers rückten um 0,39 Prozent auf 872,50 Kronen vor. Papiere von Telefonica O2 gewannen leicht um 0,17 Prozent auf 423,80 Kronen.

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