Panasonic-Aktie fällt nach Bericht über Milliardenverlust
Exportwerte bescheren Asien-Börsen herbe Verluste

Kursverluste bei Exportwerten haben die Börsen in Asien am Donnerstag ins Minus gedrückt. Nach überraschend schlechten US-Konjunkturdaten fürchteten Händler, dass der jüngste Optimismus über eine rasche Erholung der Weltwirtschaft verfrüht war. In Tokio trugen der starke Yen sowie schwache Firmenzahlen zur schlechten Stimmung bei.

HB TOKIO. In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,6 Prozent auf 9 093 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab 2,9 Prozent auf 862 Zähler nach. Auch die Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong, Shanghai, Taiwan und Singapur notierten schwächer. Am Vorabend schloss der Leitindex Dow Jones in New York 2,2 Prozent im Minus bei 8 284 Punkten.

Die schlechten US-Vorgaben drückten auch in Tokio auf die Stimmung. Besonders die Einzelhandelszahlen, die als wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung in den USA gelten, wirkten belastend. Die amerikanischen Einzelhändler verbuchten im April überraschend Umsatzeinbußen, während Experten auf stabile Umsätze gesetzt hatten. "Die US-Einzelhandelszahlen zeigen, dass der Markt zu optimistisch bezüglich der Erholung der Wirtschaft war", sagte Anlage-Stratege Takahiko Murai. "Deshalb haben es Aktien aus konjunkturabhängigen Bereich wie Export oder Baustoffen schwer", fügte er hinzu.

In Tokio verloren die Aktien des weltgrößten Autobauers Toyota 4,1 Prozent, die des Elektronikkonzerns Canon gaben 4,8 Prozent nach. Zum Abwärtstrend trugen auch schwache Unternehmenszahlen bei. Der Chipmaschinen- und Digitalkamera-Hersteller Nikon rechnet wegen des schwachen Halbleitermarktes mit roten Zahlen im laufenden Geschäftsjahr. Die Nikon-Aktie stürzte um 8,4 Prozent ab.

Auch die Papiere des Elektronikkonzerns Panasonic verloren 4,4 Prozent an Wert. Einem Zeitungsbericht zufolge wird das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr einen Verlust von mindestens 1,1 Mrd. Dollar ausweisen. Grund seien eine sinkende Nachfrage und nachteilige Währungseffekte durch einen stärkeren Yen, berichtete das Blatt "Yomiuri".

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