Peoplesoft-Aktie stark gefragt
US-Börsen schließen vor Präsidentschaftswahl im Plus

Ein Rückgang der Ölpreise hat der New Yorker Wall Street zu Kursgewinnen verholfen und Unsicherheiten unter den Anlegern einen Tag vor der Präsidentenwahl bei Seite geschoben.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Handelsverlauf zwischen einem Hoch von 10 076 Zählern und einem Tief von 10 010 Zählern. Er schloss mit einem Plus von 0,27 Prozent bei 10 054 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte nur leicht um 0,03 Prozent auf 1130 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,25 Prozent auf 1979 Punkte. Der Preis für US-Öl fiel zeitweise um mehr als zwei Dollar auf unter 50 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter). Händler machten Gewinnmitnahmen als Grund dafür aus. Zum Handelsschluss pendelte er sich 1,63 Dollar tiefer bei 50,13 Dollar ein.

Händler hofften auf eine rasche und klare Entscheidung bei der Präsidentenwahl am Dienstag, die jüngsten Umfragen zufolge auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem republikanischen Amtsinhaber George W. Bush und seinem demokratischen Herausforderer John Kerry herausläuft. Bei der Abstimmung vor vier Jahren hatten Nachzählungen und gerichtliche Auseinandersetzungen um den Wahlausgang zu Kurseinbrüchen geführt. „Wir warten vor der Wahl ab“, sagte Bill Punk von Punk Ziegel & Company. „Solange wir keine Wahl haben werden, in der eine Entscheidung hinausgezögert wird, denke ich, wird ein Bush-Sieg dem Markt helfen.“

Von dem Sinken der Ölpreise konnten vor allem konjunktur- sensitive Werte wie die Titel von United Technologies und Caterpillar profitieren und den Dow beflügeln. United-Technologies-Aktien legten um 2,1 Prozent auf 94,80 Dollar zu. Caterpillar-Titel gewannen 1,6 Prozent auf 81,84 Dollar. In den vergangenen Wochen hatten die von Rekordhoch zu Rekordhoch kletternden Ölpreise bei Anlegern zu Befürchtungen geführt, die hohen Energiekosten könnten die Gewinne der Unternehmen schmälern.

Peoplesoft-Kurs setzt zum Höhenflug an

Die Kurse an der Nasdaq erhielten vor allem von Peoplesoft Unterstützung, nachdem der SAP-Konkurrent Oracle seine Offerte für den US-Softwarekonzern um drei Dollar auf 24 Dollar je Aktie erhöht hatte. Peoplesoft-Aktien gewannen mehr als zehn Prozent auf 22,93 Dollar. Zu den Verlieren am Markt gehörten die Titel des Pharmakonzerns Merck & Co. Sie fielen um knapp zehn Prozent auf 28,28 Dollar, nachdem das „Wall Street Journal“ berichtet hatte, dass der US-Konzern versucht habe, Hinweise zu erhöhten Risiken seines Arthritis-Medikamentes Vioxx über mehrere Jahre lang geheim zu halten. Merck hatte Vioxx Ende September weltweit vom Markt genommen, weil eine Studie bei längerfristiger Einnahme ein erhöhtes Schlaganfall- und Herzanfallrisiko für die Patienten ergeben habe. Mit Vioxx hatte Merck pro Jahr etwa 2,5 Milliarden Dollar umgesetzt. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,4 Milliarden Aktien den Besitzer. 1930 Werte legten zu, 1371 gaben nach und 155 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,51 Milliarden Aktien 1609 im Plus, 1534 im Minus und 121 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 15/32 auf 101-09/32. Sie rentierten mit 4,091 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 29/32 auf 107-25/32 und hatten eine Rendite von 4,848 Prozent.

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