Pharmatitel gefragt
Pharma-Aktien verhelfen US-Börsen zu Kursgewinnen

Angetrieben von Kurszuwächsen des Pharmakonzerns Merck & Co haben die US-Börsen Gewinne verzeichnet. Verluste verzeichnete hingegen der Aktienkurs von Texas-Instruments, der um fast vier Prozent einbrach.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index gewann 0,51 Prozent und schloss bei rund 10 494 Zählern. Die Technologiebörse Nasdaq legte 0,54 Prozent auf rund 2126 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,49 Prozent auf 1182 Zähler. Am Vortag hatten die Börsen teils deutliche Kursverluste hinnehmen müssen.

Merck, das kürzlich sein Arthritis-Medikament Vioxx vom Markt nehmen musste, schraubte seine Gewinnerwartung für 2005 zwar herunter, einige Händler schienen jedoch schlimmeres befürchtet zu haben. Die Erleichterung gab auch den Kursen anderer Unternehmen der Branche Auftrieb. Analysten führten die Kursgewinne bei Pharmatiteln auch auf die Suche der Anleger nach Konjunkturnachzüglern zurück. Der Aufschwung in der Branche hinkt in der Regel der allgemeinen Konjunkturbelebung zeitlich etwas hinterher.

„Der Markt erlebt heute einen netten, kleinen Aufschwung, nach der schweren Abreibung von gestern“, sagte David Memmott von Morgan Stanley. „Es gibt nicht wirklich viele Unternehmensnachrichten, die ihn treiben. Der Dezember ist traditionell einer der stärksten Monate des Jahres und das ist nur schwer zu verhindern.“

Texas-Instruments mit großem Abschlag

Merck-Aktien legten um 2,87 Prozent auf 28,69 Dollar zu. Die Preise für die Papiere seines Konkurrenten Pfizer stiegen um 1,1 Prozent auf 27,50 Dollar. Zu den Gewinnern an der Börse gehörte auch das Life-Style-Unternehmen Martha Stewart Living Omnimedia. Das Unternehmen kündigte an, dass seine Gründerin nach Verbüßung ihrer Haftstrafe wegen Falschaussage über einen Aktienverkauf im Herbst kommenden Jahres Star einer neuen Fernsehshow sein werde. Die Aktien des Konzerns kletterten um knapp sieben Prozent auf 24,43 Dollar.

Verluste verzeichnete hingegen der Aktienkurs von Texas-Instruments, der 3,8 Prozent auf 24,05 Dollar verlor. Der Chiphersteller hatte am Vortag nach Börsenschluss seine Gewinn- und Umsatzprognose für das laufende Quartal verengt. Noch stärkere Abstriche mussten die Pixar Animation Studios hinnehmen. Die Anleger bestraften die Verschiebung der Premiere des neuen Trickfilms „Cars“ und bescherten dem Kurs Verluste von fast fünf Prozent auf 86,77 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,52 Milliarden Aktien den Besitzer. 1973 Werte legten zu, 1326 gaben nach und 149 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,36 Milliarden Aktien 1758 im Plus, 1394 im Minus und 134 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 26/32 auf 101-00/32. Sie rentierten mit 4,124 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 55/32 auf 108-25/32 und hatten eine Rendite von 4,782 Prozent.

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