Pharmawerte im Fokus
Europäische Börsen schließen freundlich

Freundlich sind die europäischen Börsenplätze am Dienstag aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,7% oder 22 auf 3 064 Punkte, der Stoxx-50-Index legte um 0,8% bzw 24 auf 2 888 Punkte zu. Vor allem die Kursgewinne der Pharma- und Nahrungsmittel-Branche trieben den Markt; alte und neue Übernahmefantasien beflügelten den Sektor der Versorger und Banken.

FRANKFURT. Alle Länderbörsen und Branchen legten zu; nur bei Minenwerten kam es zu Gewinnmitnahmen. Charttechnisch habe der Euro-Stoxx-50 den Widerstand um 3.050 Punkte überwunden, hieß es von Analysten. Ein positiver Verlauf der US-Börsen am Abend könnte zu einem erneuten Test der 3 100-Punkte-Marke führen.

Positive Analystenkommentare, Hochstufungen der US-Investmenbank Prudential und ein überraschend guter Geschäftsausblick von Pfizer in den USA sorgten für Kauflaune bei den Pharmawerten. Der Branchen-Index stieg um 2%. Vor allem die britischen Pharma-Werte legten kräftig zu: AstraZeneca stiegen um 3,4% auf 2.153 p und GlaxoSmithKline um 2,2% auf 1.227 p. "Hier wurde viel von den Risikoprämien ausgepreist, die sich nach dem Vioxx-Skandal in Pharmatiteln aufgebaut hatten", sagte ein Händler. Schering stiegen um 1,3% auf 52,52 Euro, Altana um 1,4% auf 49,65 und Sanofi-Aventis um 2,4% auf 66,60 Euro. Prudential hatte Sanofi-Aventis mit "Overweight" neu in die Beobachtung aufgenommen. Roche stiegen um 1,3% auf 130 CHF glatt.

Kaufinteresse von Pernod Ricard sorgt für Bewegung

Für Bewegung im Nahrungsmittel-Sektor sorgte das Kaufinteresse von Pernod Ricard und Fortune Brands am britischen Getränkehersteller Allied Domecq. Nachdem Allied Domecq entsprechende Spekulationen bestätigte, haussierte die Aktie um 17,9% auf 633,50 p. Allied Domecq ist in Deutschland unter anderem mit "Ballantines" und "Kümmerling" vertreten. Pernod gewannen in Paris 5,1% auf 113,20 Euro. Dies bringe neue Übernahmefantasie in den Sektor, da es stark an die gemeinsame Übernahme von Seagram durch Pernod und Diageo erinnere, sagte ein Analyst. Diageo sprangen daraufhin um 2,8% auf 779 p, der Sektor-Index stieg um 1,9%.

Neue Übernahmefantasie bei Versorgern löste ein möglicher Bieterkampf in Spanien aus. Endesa stiegen um 1,5% auf 17,44 EUR, nachdem die spanische Sparkasse Caja de Madrid ihre Beteiligung an dem Versorger auf neun Prozent nach zuvor fünf Prozent aufgestockt hatte. Nach Angaben von Dresdner Kleinwort Wasserstein zeige der Kauf der Endesa-Anteile den Willen, gegen La Caixa kämpfen zu wollen. Auch La Caixa versuche, die Kontrolle über Endesa zu gewinnen. In Paris stiegen Suez um 1,4% auf 21 EUR glatt. Der Branchen-Index stieg um 1,4%.

Auch die Banken standen weiter im Zeichen von Übernahmefantasien: Der Branchen-Index stieg um 0,7%. Nach BBVA und ABN Amro brachte ein Artikel im "Wall Street Journal Europe" die britische Barclays ins Gespräch als möglicher Käufer einer italienischen Bank. Genannt wurden UniCredito, die um 0,2% auf 4,51 Euro stiegen. ABN Amro legten um 1,6% zu auf 19,44 Euro, Barclays um 0,3% auf 549 p. Der Versicherungssektor gewann 0,4%, Swiss Life stiegen nach als sehr gut bezeichneten Zahlen um 2,1% auf 186,90 CHF. AXA legten um 1% zu auf 20,39 Euro.

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