Preise für Öl und Gold kaum verändert
Kaum Bewegung an Tokioter Börse

Hoffnungen auf einen baldigen Aufschwung der US-Wirtschaft haben an den Märkten in Fernost am Montag den Dollar zum Yen weiter steigen lassen. Die Aktienbörsen präsentierten sich am letzten Tag des laufenden Quartals geringfügig niedriger, könnten im Laufe der Woche aber nach Einschätzung von Händlern ebenfalls von guten US-Konjunkturdaten profitieren.

Reuters TOKIO/SINGAPUR. Die japanischen Staatsanleihen setzten ihre Talfahrt fort, was die Renditen in die Höhe trieb. Die Preise für Öl und Gold waren kaum verändert. Mit Spannung wartete die Märkte auf die Veröffentlichung des Chicagoer Einkaufsmanagerindex am Montag. Im Wochenverlauf werden in den USA zudem die Arbeitsmarktdaten erwartet.

"Eine mögliche Sommer-Rally bei den US-Aktien und gute Daten sollten den Dollar weiter stützen", sagte Kenji Kobayashi von der Bank of Tokyo-Mitsubishi. Mit Kursen knapp unter 120 Yen notierte der Dollar im frühen Handel deutlich über dem New Yorker Schlusskurs vom Freitag von 119,59 Yen. Am Freitag hatte der Dollar zeitweise ein Zwei-Monatshoch von 120,04 Yen erreicht. Zum Euro war der Dollar fast unverändert um 1,1434/39 (New Yorker Schluss 1,1421/27) Dollar, aber leicht über dem EZB-Referenzkurs von 1,1413 Dollar. Der Einkaufsmanagerindex für den Großraum Chicago im Juni wird um 16.00 Uhr MESZ nach einer Analystenumfrage mit einem Anstieg auf 53,0 von 52,2 im Mai erwartet. Der am Dienstag anstehende Einkaufsmanagerindex des ISM dürfte laut Analystenumfragen auf 51,0 von 49,4 gestiegen sein.

Die Aktienbörsen profitierten laut Händlern nicht mehr ganz so deutlich vom Schwächeanfall an den weltweiten Rentenmärkten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab geringfügig um 0,23 % nach und schloss bei 9083 Punkten. Damit folgen die Märkte in Fernost den leichteren Vorgaben der Wall Street. Dort wird für diese wegen des Unabhängigkeits-Feiertages am Freitag verkürzten Börsenwoche eher mit großer Zurückhaltung der Investoren gerechnet. Zudem beginnt in der übernächsten Woche in den USA die Berichtssaison der Unternehmen. Als erster Dow-Jones-Wert wird Alcoa am 8. Juli seinen Zwischenbericht zum zweiten Quartal vorlegen.

An den Rentenmärkten zogen unterdessen die Renditen für die zehnjährigen Staatsanleihen weiter an und erreichten beinahe ein Vier-Monatshoch von 0,785 %. Seit ihrem Rekordtief von 0,43 % am 11. Juni haben die Renditen damit rund 83 % zugelegt. Der Markt beobachte nun, ob die Renditen die 0,8 %-Marke sprengen könnten, sagte Kunihiro Ishibashi von Mizuho Investors Securities. Die Anleihen seien aber überkauft, und eine Konsolidierung überfällig.

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