Prognose von GE dürfte Markt stützen
Wall Street schließt vor Oster-Wochenende kaum verändert

Die US-Börsen haben vor dem langen Oster-Wochenende am Donnerstag wenig verändert geschlossen. Optimistische Ausblicke des Mischkonzerns General Electric und des Rüstungskonzerns Northrop Grumman verhalfen den Aktien zunächst zu Gewinnen, die im Handelsverlauf allerdings zu großen Teilen wieder abgegeben wurden.

HB NEW YORK. Auch der unerwartete Absatzanstieg neuer Eigenheime in den USA hatte den Kursen nur vorübergehend Auftrieb gegeben. Stattdessen belastete ein erneuter Anstieg des Ölpreises den Markt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit 0,13 Prozent im Minus bei 10 442 Zählern. Dabei pendelte er im Tagesverlauf zwischen etwa 10 518 und rund 10 442 Zählern. Der S&P-500-Index fiel um 0,09 Prozent auf 1171 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite Index legte dagegen leicht um 0,04 Prozent auf 1991 Punkte zu. Im Wochenverlauf sank der Dow um 1,8 Prozent, die Nasdaq um 0,8 Prozent und der S&P-500-Index um 1,5 Prozent. Damit verbuchten alle drei Indizes die dritte Woche in Folge Verluste. Am Freitag bleibt die Wall Street wegen Karfreitag geschlossen.

General Electric (GE), dessen Produktpalette von Gasturbinen bis hin zu Fernsehsendungen reicht, erhöhte vor Börseneröffnung seine Gewinnprognose für das erste Quartal auf 37 oder 38 Cent je Aktie von zuvor 36 bis 37 Cent je Anteilsschein. GE-Aktien gingen mit einem Plus von 0,65 Prozent bei 35,73 Dollar aus dem Handel. Northrop hob seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr an und teilte mit, die Dividende im Quartal um 13 Prozent zu erhöhen. Die Titel des Unternehmens kletterten um ein Prozent auf 53,31 Dollar.

"GE hat dem Markt zweifellos geholfen. Da der Konzern in so vielen Geschäftsfeldern aktiv ist, wirken sich seine positiven Zahlen besonders dramatisch aus und können die Kurse mehrerer Branchen antreiben", sagte Brian Williamson, Vizepräsident von The Boston Co. Asset Management.

Zu den Gewinnern zählten auch Technologie-Werte wie die Aktien des Netzwerkausrüsters Cisco Systems, die 0,73 Prozent auf 17,88 Dollar zulegten. Die Titel des Internetunternehmens Yahoo verteuerten sich um 1,75 Prozent auf 31,41 Dollar. Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, dass es in den kommenden fünf Jahren Aktien im Wert von insgesamt drei Milliarden Dollar zurückkaufen will. Das Board des Unternehmens habe den Plänen zugestimmt, hieß es.

Positiv auf die Kurse hatte sich zeitweilig auch der überraschend starke Absatz neuer Eigenheime ausgewirkt. Dieser war im Februar in den USA um 9,3 Prozent auf rund 1,23 Millionen gestiegen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf lediglich 1,15 Millionen gerechnet. Zum Handelsschluss lastete allerdings der erneute Anstieg des Ölpreises auf den Kursen an der WALL Street. US-Öl verteuerte sich um mehr als einen Dollar auf 54,65 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter).

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,36 Milliarden Aktien den Besitzer. 2002 Werte legten zu, 1339 gaben nach und 146 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,69 Milliarden Aktien 1632 im Plus, 1413 im Minus und 170 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 02/32 auf 95-09/32. Sie rentierten mit 4,59 Prozent. Die 30-jährigen Bonds tendierten unverändert bei 107-22/32 und hatten eine Rendite von 4,84 Prozent.

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