Quartalsberichte mehr positiv als negativ
Wall Street nach Beige Book kaum verändert

Die US-Standardwerte haben nach einem impulslosen Handelsverlauf kaum verändert geschlossen. Die Zurückhaltung der Investoren vor der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten in den nächsten beiden Tagen verhinderte größere Kursbewegungen. Enttäuschende Quartalsberichte kleinerer Unternehmen belasteten indes die Technologiewerte.

Reuters NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones schloss nahezu unverändert zu seinem Vortagesstand bei rund 9 200 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,16 Prozent auf rund 988 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor um 0,54 Prozent auf rund 1 722 Punkte.

Der jüngste Konjunkturbericht der US-Notenbank (Fed) bestätigte zwar Anzeichen einer Belebung der US-Wirtschaft, auch in dem lange Zeit angeschlagenen Verarbeitenden Gewerbe, wie der Bericht ergab. Allerdings erhielt der Markt vom Beige Book keine nachhaltigen Impulse.

Die bisherigen Quartalsberichte der Unternehmen haben Händlern zufolge zwar mehr positive als negative Überraschungen gebracht. Die Geschäftszahlen seien aber auch nicht so überzeugend ausgefallen, dass sie dem Markt deutlich Auftrieb gegeben hätten, sagte Dan McMahon von CIBC World Markets. Hoffnungen auf eine Konjunkturbelebung im zweiten Halbjahr haben die US-Aktienmärkte seit Mitte März beflügelt.

Zumindest ein Zeichen für den gestiegenen Optimismus war Analysten zufolge der dritte Mittelzufluss in US-Aktienfonds in Folge. Im Juni seien mit 18,7 Milliarden Dollar netto erneut mehr Mittel in US-Aktienfonds geflossen als im Vormonat mit 11,9 Milliarden Dollar, teilte das Investment Company Institute mit.

Die Nasdaq wurde Händlern zufolge von enttäuschenden Nachrichten über mehrere Technologiefirmen belastet. So hatten Analysten die Erfolgsaussichten für die geplante Fusion des Monitortechnologie-Herstellers Genesis Microchip mit dem Konkurrenten Pixelworks in Frage gestellt. Genesis-Aktien verloren bis zum Handelsschluss 20 Prozent auf elf Dollar.

Auch die Papiere von Pinnacle Systems brachen um gut 37 Prozent auf knapp acht Dollar ein. Das Unternehmen, das Hardware- und Software-Produkte für die Nachbearbeitung von Videomaterial und den Fernsehempfang am PC anbietet, hatte schwächer als erwartet ausgefallene Geschäftszahlen bekannt gegeben und seinen Ausblick nach unten korrigiert.

Im weiteren Wochenverlauf stehen mit Spannung erwartete Konjunkturdaten an, die Aufschluss über die Perspektiven der weltgrößten Volkswirtschaft geben sollten. Dazu gehören unter anderem der Arbeitsmarktbericht für Juli (Freitag) sowie das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal (Donnerstag). Zudem stehen Zahlen zur Entwicklung der krisengeschüttelten Industrie an.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,36 Milliarden Aktien den Besitzer. 1563 Werte legten zu, 1686 gaben nach und 173 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,49 Milliarden Aktien 1389 im Plus, 1730 im Minus und 14 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 30/32 auf 94-17/32. Sie rentierten mit 4,314 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 40/32 auf 101-25/32 und hatten eine Rendite von 5,251 Prozent.

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