Quartalszahlen trüben Laune der Anleger
Deutscher Aktienmarkt gibt weiter nach

Mehrere große Konzerne haben am Dienstag enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt. Das hat auch den Anlegern am deutschen Aktienmarkt gründlich die Kauflaune verdorben.

HB FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (Dax) schloss 0,3 % im Minus bei 4234 Punkten. Auf Xetra wurden 106 (Montag 73) Mill. Dax-Aktien gehandelt. „Die Unternehmenszahlen waren heute durch die Bank weg nicht gut. Es fehlen einfach die Nachrichten, die dem Markt nach oben helfen könnten“, sagte Stephan Linz, Händler bei der BW Bank. Neben dem Chipkonzern Infineon hatten auch der Sportartikelhersteller Puma und das Pharmaunternehmen Merck die Anleger enttäuscht.

Ein anderer Händler verwies zudem auf die trüben Konjunkturaussichten für Deutschland, nachdem die sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Frühjahrsgutachten die Schätzung für das Wirtschaftswachstum in Deutschland für dieses Jahr gesenkt hatten. Wenig Auswirkungen zeigten am Nachmittag US-Konjunkturdaten, wie das unerwartet stark gesunkene US-Verbrauchervertrauen.

Das Schlusslicht im Dax bildeten die Aktien von Infineon mit einem Minus von 2,4 % auf 6,92 €. Infineon hatte wegen des Preisrutschs bei Speicherchips im zweiten Quartal die Prognosen der Analysten verfehlt. Theo Kitz, Analyst bei Merck Finck, beschrieb auch den Ausblick als „entmutigend“.

Deutlicher unter Druck gerieten auch die Autowerte. Die Papiere von VW und BMW büßten mehr als ein Prozent an Wert ein. Für Verunsicherung sorgten zeitweise Marktgerüchte über eine angeblich bevorstehende Gewinnwarnung von BMW, die der Autokonzern aber zurückwies. Insgesamt beschrieben Händler die momentane Marktstimmung für Autowerte als nicht besonders gut. „Es gibt keinen Grund, weshalb man jetzt unbedingt Autoaktien kaufen sollte“, sagte ein Händler.

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