Rally der Erleichterung
Ölpreis lässt Wall Street im Plus schließen

Sinkende Rohölpreise haben am Dienstag Sorgen der Investoren über die wirtschaftlichen Folgen hoher Energiekosten gedämpft und der Wall Street auf ein Zwei-Monats-Hoch verholfen. Händler sprachen jedoch von anhaltend geringen Umsätzen.

HB NEW YORK. Der Standardwerteindex Dow Jones pendelte im Tagesverlauf zwischen einem Tief von 10 261 und einem Hoch von 10 363 Zählern. Er verließ den Markt 0,79 Prozent höher mit rund 10 341 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,69 Prozent auf etwa 1 121 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,76 Prozent auf rund 1 858 Zähler. „Der Markt ist imposant gestartet, aber ich glaube, das ist überwiegend Fassade. Es gibt nicht genug Umsatz,“ sagte Stephen Carl von The Williams Capital Group LP.

Am Mittwoch dürfte sich das Interesse des Marktes Händlern zufolge zunächst auf die Anhörung von US-Notenbankpräsidenten Alan Greenspan vor einem Haushaltsausschuss des Kongresses konzentrieren. Von den Äußerungen des Chefs der US-Notenbank (Fed) erhoffen sich die Investoren Aufschluss über die Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung in den USA und darüber, ob die Fed an ihrer angekündigten Politik maßvoller Zinserhöhungen festhält. Seit Juni hat die Notenbank ihren Leitzins in zwei Schritten von je 25 Basispunkten auf derzeit 1,5 Prozent angehoben. Volkswirte rechnen bis zum Jahresende mit einer weiteren Erhöhung bis auf rund 2,00 Prozent.

„Der Ölpreis ist gesunken und die Aktienkurse sind gestiegen“, sagte Jeffrey Saut von Raymond James Financial. Für ein Barrel (knapp 159 Liter) der marktführenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober wurden am Abend in London mit 40,76 Dollar zwar 14 Cent mehr bezahlt als am Vortag, doch verbilligte sich leichtes US-Öl um knapp 70 Cent auf 43,31 Dollar. Zuvor hatte der Präsident der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), Purnomo Yusgiantoro, erklärt, am Weltmarkt gebe es einen täglichen Überschuss von 1,5 Millionen Barrel Öl. Die Höhe der Ölpreise führte er auf die politische Instabilität im Irak und im übrigen Nahen Osten zurück.

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