„Rita“ und Zinsentscheid belasten
Hurrikan treibt Wall Street ins Minus

Der wegen Hurrikan "Rita" wieder steigende Ölpreis hat die Investoren an den US-Börsen überwiegend zu Verkäufen veranlasst. Schwächer notierten daher Papiere von Firmen der konjunkturempfindlichen Branchen, wie die des Mischkonzerns General Electric. Gegen den Trend legten Aktien des US-Frachtzustellers Fedex zu.

HB NEW YORK. Auch die Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) vom Vortag sorgte noch immer für schlechte Stimmung auf dem Börsenparkett. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 10.484 und einem Tief von 10.375 Punkten. Er verließ den Handel um 0,99 Prozent schwächer bei 10.378 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 0,91 Prozent auf 1210 Zähler nach. Der Technologie-Index Nasdaq-Composite fiel sogar um 1,16 Prozent auf rund 2106 Punkte.

"Wir haben einen neuen Hurrikan, dazu steigende Ölpreise und mehrere Unternehmen, die vor einem langsameren Wachstum warnen", brachte es Analyst Tim Crimmins von Lord, Abbett & Co. auf den Punkt. "Es ist nicht überraschend, dass die Aktien heute etwas nach unten gehen."

Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) leichtes US-Öl stieg zeitweise um mehr als einen Dollar auf über 67 Dollar. Zuvor war "Rita" in die zweitstärkste Hurrikan-Stufe hochgestuft worden - dieselbe, die "Katrina" hatte, die vor drei Wochen den östlichen Teil der US-Golfküste verwüstete und dort die Öl-Produktion stark beeinträchtigte.

Analysten zufolge sorgten die neuesten Hurrikan-Berichte nach der Fed-Entscheidung für zusätzliche Verunsicherung auf dem Markt. "Höhere Zinsen und steigende Energiepreise könnten sich auf die Wirtschaft äußerst schlecht auswirken", sagte Paul Nolte von Hinsdale Associates. Steigende Zinsen belasten üblicherweise die Börse, weil sie die Kosten für die Kreditaufnahme für Verbraucher und Unternehmen erhöhen.

Schwächer notierten Papiere von Firmen der konjunkturempfindlichen Branchen, wie die des Mischkonzerns General Electric, die um fast 0,9 Prozent auf 33,55 Dollar nachgaben. Zudem zählten Aktien von Versicherern zu den Verlierern. Papiere von Allstate verbilligten sich beispielsweise in Erwartung der Sturmschäden um rund 2,4 Prozent auf 51,83 Dollar. Titel des Schönheits- und Pflegemittel-Direktverkäufers Avon gaben sogar um rund 11,8 Prozent auf 27,00 Dollar nach, nachdem der Konzern seinen Ausblick wegen der höheren Energiekosten nach unten korrigiert hatte.

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