Rohstoffe im Blick
Höherer US-Dollar lässt Goldpreis abbröckeln

Ein etwas anziehender US-Dollar hat am Freitag den Goldpreis belastet. Das Edelmetall verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 1716 Dollar je Feinunze.
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FrankfurtDer Greenback profitierte vom andauernden Verhandlungspoker um die griechischen Schulden. Noch am Vortag hatte es nach einem Durchbruch ausgesehen, woraufhin der Euro auf den höchsten Stand seit zwei Monaten gestiegen war. Mit der aufkommenden Ernüchterung bröckelte die Gemeinschaftswährung wieder ab und der Dollar legte zu.

Da Gold in der US-Währung gehandelt wird, verteuert sich das Edelmetall bei einem steigenden Dollarkurs für Investoren aus anderen Währungsräumen. Entsprechend sinkt deren Nachfrage.

Eine größere Korrektur beim Goldpreis erwarteten Experten dennoch nicht. Zum einen ist der Kaufanreiz für Investoren zuletzt wieder gestiegen, weil die US-Warenterminbörse CME die beim Kauf von Futures zu hinterlegenden Sicherheitsleistungen (Margins) gesenkt hat. Außerdem haben Händler beobachtet, dass beispielsweise indische Schmuckhändler auch kleinere Preiskorrekturen gern für Käufe nutzen. „Da die Preise wieder etwas heruntergekommen sind, ist die Nachfrage besser als in den vergangenen beiden Tagen“, berichtete ein Händler in Mumbai. Fast drei Viertel der Goldproduktion werden in der Schmuckbranche verarbeitet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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