Rohstoffe Ölpreise sinken weiter

Auch am Montag sind die Ölpreise weiter gesunken. Für die fallenden Preise wird die gestiegene Anzahl von Bohrlöchern in den USA verantwortlich gemacht – deren Zahl war vergangene Woche auf insgesamt 617 angestiegen.
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Die Schieferöl-Förderung hat den Weltölmarkt verändert. Quelle: dpa
Fallender Ölpreis

Die Schieferöl-Förderung hat den Weltölmarkt verändert.

(Foto: dpa)

SingapurDie Ölpreise sind am Montag weiter gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 51,04 US-Dollar. Das waren 33 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im April fiel um 40 Cent auf 48,09 Dollar.

Ein erneuter Anstieg der Ölbohrlöcher in den USA habe die Preise weiter belastet, hieß es von Marktbeobachtern. Laut Daten der Ölausrüsterfirma Baker Hughes vom Freitagabend ist die Zahl der Bohrlöcher in der vergangenen Woche auf 617 gestiegen. Zum Vergleich: Zu Beginn des Jahres waren es nur 529. Die Sorge vor einem zu großen Angebot auf dem Ölmarkt sorgt seit Mitte der vergangenen Woche für Preisdruck am Ölmarkt und ließ die Notierungen um mittlerweile etwa zehn Prozent einbrechen.

Die zehn ölhungrigsten Länder der Welt
Platz 10: Kanada
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Auf dem letzten Platz der weltweit zehn größten Ölnachfrager liegt Kanada mit 2,4 Millionen Barrel Öl pro Tag in 2016. In den folgenden Jahren wird mit einer sinkenden Nachfrage gerechnet. Für 2022 liegt diese nur noch bei 2,3 Millionen Barrel Öl pro Tag.

Quelle: „Oil 2017“-Bericht der Internationalen Energie-Agentur.

Platz 9: Südkorea
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Südkorea fragte im Jahr 2016 2,6 Millionen Barrel Öl pro Tag nach. Damit landet das Land auf Platz 9 der weltweit größten Ölnachfrager. In den Folgejahren steigt die Nachfrage laut der Voraussage der Internationalen Energie-Agentur auf 2,7 Millionen Barrel Öl.

Platz 8: Saudi-Arabien
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Saudi-Arabien, das selbst große Mengen des Schwarzen Goldes fördert, liegt mit 3,2 Millionen Barrel Öl pro Tag auf dem achten Platz der weltweiten Ölnachfrager. Das könnte sich in Zukunft ändern, denn bis 2022 wird die Nachfrage auf 3,4 Millionen Barrel geschätzt.

Platz 7: Brasilien
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Brasilien liegt mit einer Erdölnachfrage von 3,1 Millionen Barrel pro Tag auf dem siebten Platz. Doch auch hier ist mit einer höheren Nachfrage in den Folgejahren zu rechnen: 2022 liegt die geschätzte Nachfrage schon bei 3,3 Millionen Barrel Öl.

Platz 6: Russland
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Russland liegt im Jahr 2016 noch auf Platz 6 der größten Erdölnachfrager mit durchschnittlich 3,6 Millionen Barrel Öl pro Tag. 2017 erhöht sich die Nachfrage, sodass Russland mit durchschnittlich 3,7 Millionen Barrel Erdöl pro Tag den sechsten Platz verteidigt.

Platz 5: Indien
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Indien fragt in den nächsten Jahren immer mehr Öl nach. 2016 liegt die Nachfrage noch bei 4,3 Millionen Barrel Öl pro Tag, 2017 werden schon 4,5 Millionen Barrel nachgefragt und 2022 noch mal mehr – 5,9 Millionen Barrel.

Platz 4: Japan
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Bei einer Nachfrage von 4,0 Millionen Barrel Öl pro Tag liegt Japan auf dem vierten Platz. Die Nachfrage sinkt im Jahr 2017 voraussichtlich auf 3,9 Millionen Barrel und bis 2022 auf 3,6 Millionen Barrrel Öl pro Tag.

In den USA hat insbesondere die sogenannte Fracking-Technik, die die Förderung von Schieferöl möglich macht, zu einem Anstieg der heimischen Produktion geführt. Entgegen der Erwartungen des Ölkartells Opec hat der Verfall des Ölpreises nicht zu einem breiten Niedergang der Fracking-Industrie geführt. Stattdessen haben die Unternehmen in günstigere Fördermethoden investiert, die sich nun auszahlen.

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  • dpa
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