Rohstoffmärkte
Minentitel belasten Börse in Südafrika

Die von den Minenwerten dominierte Johannesburger Börse bleibt angesichts des jüngsten Preisverfalls an den Rohstoffmärkten weiter unter Druck. Die Kurse der Rohstoffaktien verlieren deutlich - und ziehen den südafrikanischen Leitindex runter.

KAPSTADT. Vor allem die Bergbauaktien haben seit Monatsbeginn massiv an Wert verloren, wobei der Goldsektor einen besonders herben Rückschlag hinnehmen musste. Diese Unternehmen haben seit Mitte März fast 70 Mrd. Rand (sechs Mrd. Euro) verloren und werden zurzeit nur mit einem Gesamtwert von knapp 170 Mrd. Rand (14,7 Mrd. Euro) bewertet. Aber auch die großen Platinwerte Impala Platinum, der weltweit zweitgrößte Förderer, und vor allem Angloplat, die Nummer eins am Platinmarkt, sowie dessen Mutter Anglo American ließen zuletzt wegen des um über 30 Prozent gefallenen Platinpreises kräftig Federn. Das Metall ist inzwischen von 2 250 auf 1 470 Dollar pro Unze gestürzt - der tiefste Stand in diesem Jahr.

Belastet von einem schwachen Quartalsergebnis und Sicherheitsproblemen fielen die Aktien von Gold Fields, dem zweitgrößten Goldförderer am Kap, zuletzt um weitere zehn Prozent und damit auf ihren tiefsten Stand seit über drei Jahren. Aber auch der Rivale Harmony verbuchte herbe Einbußen, weil seine Profitmargen dünner als die der Konkurrenz sind und von einem fallenden Goldpreis umso härter getroffen werden. Das gelbe Metall notierte zuletzt bei nur noch 815 Dollar pro Feinunze und damit auf Jahrestiefstand. "Der Absturz ist ein Desaster", sagte Makwe Masilele von Nehawu Securities in Johannesburg. "Der Goldpreis ist auch deshalb unter Druck, weil Investoren Gold offenbar nicht mehr als sicheren Hafen gegen die stark gestiegene Inflation betrachten."

Gold Fields Verluste erklären sich aber vor allem damit, dass der Konzern in Kürze 36 Mill. Rand (3,1 Mill. Euro) in die Reparatur seines Hauptschachts auf der Kloof-Mine stecken muss, nachdem die Wartungsarbeiten dort in Rückstand geraten sind. Dies könnte bis zu sechs Monate dauern und das Unternehmen drei Tonnen seiner Goldproduktion kosten. Bereits jetzt ist damit absehbar, dass Gold Fields deshalb auch unter seinem Jahresziel von vier Mill. Unzen bleiben wird. Seit Monatsbeginn hat der Goldförderer zwölf Mrd. Rand an Wert verloren; seit Mitte März sind es sogar 42 Mrd. Rand (3,6 Mrd. Euro).

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