RWE größter Kursgewinner - US-Börsen am Montag geschlossen
Dax schließt knapp unter 4 000-Punkte-Marke

Kursverluste der Automobilwerte nach überraschend schwach ausgefallenen Branchenabsatzzahlen in den USA haben am Freitag die deutschen Aktien belastet. Deutlich unter den Erwartungen liegende US-Arbeitsmarktdaten trübten die Stimmung der Anleger weiter ein und drückten den Deutschen Aktienindex unter die psychologisch wichtige Marke von 4 000 Zählern.

HB FRANKFURT. Der Leitindex beendete den elektronischen Handel auf Xetra 0,9 Prozent tiefer bei 3 998,77 Punkten. „Die Unsicherheit am Markt ist nach wie vor da“, sagte Torsten Danner von M.M. Warburg. Vor allem die Automobilwerte, allen voran Volkswagen und DaimlerChrysler, waren bei den Anlegern wenig begehrt. „Die Auto-Absatzzahlen insgesamt waren nicht besonders gut, so dass der ganze Autosektor unter Druck gerät“, sagte ein Händler.

Zudem sei der Ölpreis in den vergangenen Tagen wieder gestiegen. Die führende Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete zum Wochenschluss rund 36 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter), drei Dollar mehr als am Dienstag.

Zum Handelsschluss in Deutschland lagen die maßgeblichen US-Indizes im Minus. Der US-Standardwerteindex Dow Jones fiel 0,4 Prozent auf 10 294 Zähler, der Technologieindex Nasdaq Composite gab 0,5 Prozent auf 2 005 Punkte nach. Die US-Börsen sind am Montag wegen eines Feiertages geschlossen.

Für Druck auf die Aktien sorgte ein überraschend verlangsamtes Beschäftigungswachstum in den USA. Mit 112.000 neuen Arbeitsplätzen außerhalb der Landwirtschaft wurden im Juni nicht einmal halb soviele Stellen geschaffen wie von Analysten prognostiziert. „Die US-Arbeitsmarktdaten sind sehr schlecht ausgefallen. Das zeigt, dass die Verfassung der US-Wirtschaft nicht so stark ist wie erhofft und sich nicht so groß auf den Arbeitsmarkt niederschlägt“, sagte ein Händler. Allerdings dürfte nun ein deutlicher Zinsschritt der US-Notenbank Fed angesichts der schwachen Entwicklung des Arbeitsmarktes auf ihrer nächsten Sitzung im August wohl unwahrscheinlicher werden.

Die Fed hatte am Mittwoch wie erwartet erstmals seit vier Jahren den US-Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent angehoben.

Angesichts schwacher Verkaufszahlen im Juni trennten sich die Investoren von Automobilwerten. Die Absatzzahlen in den USA waren saisonal bereinigt um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Vor allem Volkswagen verkaufte im Juni auf dem US-Markt deutlich weniger Fahrzeuge. Zudem senkte die Ratingagentur Moody„s ihre Bonitätsbewertung. Die VW-Aktie fiel um 1,78 Prozent auf 33,73 Euro.

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