Schlussbericht Börse Frankfurt
Billiges Geld macht Dax-Anleger glücklich

Ben Bernanke hat es wieder mal geschafft: Er verspricht eine Fortsetzung der Liquiditätsflut und die Märkte jubeln. Heute legten nahezu alle Anlageklassen kräftig zu. Einzige Verlierer: die Euro-Peripherie und US-Dollar.
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FrankfurtUS-Notenbankchef Ben Bernanke hat wieder einmal die Richtung an den Börsen vorgegeben. Mit seinen Aussagen, dass bis auf weiteres eine ultra-lockere Geldpolitik notwendig sei, dämpfte er Spekulationen auf ein kurz bevorstehendes Anziehen der geldpolitischen Zügel in der weltgrößten Volkswirtschaft. Der Dax legte daraufhin am Donnerstag um 1,14 Prozent auf 8158 Prozent zu, am Rohstoff-Markt verteuerten sich Industrie- und Edelmetalle spürbar. Der Dollar ging dagegen in die Knie.

"Es wäre vielleicht zu viel gesagt, dass Bernanke zurückrudert, aber Investoren sind mit Blick auf die US-Geldpolitik so nervös, dass sie jedes Wort von ihm auf die Goldwaage legen", sagte Aktienstratege Markus Reinwand von der Helaba. "Alles, was darauf hindeutet, dass die Anleihenkäufe erst später gedrosselt werden, hilft den Börsen."

Seit Bernanke Mitte Juni einen Fahrplan zur Rückführung der milliardenschweren Fed-Anleihenkäufe vorgestellt hat, spekulieren Investoren über den frühestmöglichen Termin. Viele stellten sich darauf ein, dass dem Markt schon ab Herbst Liquidität entzogen werden könnte und verkauften deshalb Aktien und Bonds. Am Mittwochabend hat der Notenbankchef nun klargemacht: So schnell wird das Tempo der Notenpresse nicht gedrosselt.

"Die Fed-Aussagen bestätigen unsere Einschätzung, dass sie eher zu spät als zu früh von ihrer extrem lockeren Geldpolitik abrücken wird", kommentierte Volkswirt Christian Schulz von der Berenberg Bank die jüngsten Äußerungen. Derzeit erwirbt die Fed Anleihen und Immobilienpapiere im Volumen von monatlich 85 Milliarden Dollar, um die Konjunktur anzukurbeln. Bernankes Aussage im Juni war, dass die Ankäufe ab Jahresende gedrosselt würden, sofern die US-Konjunktur sich weiter erhole.

Dax und EuroStoxx stiegen in der Spitze bis auf 8177 beziehungsweise 2696 Punkte und damit auf das jeweils höchste Niveau seit Mitte Juni. "Für die Aktienmärkte bietet die aktuelle Lage das Beste aus zwei Welten", sagte Analyst Nick Beecroft von der Saxo Bank. "Die Wirtschaft entwickelt sich gut genug, um Zuversicht für die zukünftigen Unternehmensgewinne zu schüren, aber nicht zu gut, um die Fed zu einer Aufgabe ihrer lockeren Geldpolitik zu bewegen."

Daten vom US-Arbeitsmarkt passten in das aktuell eher gemischte Bild. Die Anzahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lag mit 360.000 etwas höher als erwartet, dennoch signalisierte sie Analysten zufolge eine anhaltende Verbesserung auf dem Jobmarkt.

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  • BERNANKE und seine Politik sind gut für die Börsen und Gift für die EURO-Pigsstaaten. BERNANKE ist der Killer des US-Dollars, dessen Wert zu niedrig ist. Für die EU-Südstaaten wäre laut Experten ein EURO-Wert von 1.15 bis 1.20 Dollar angemessen anstatt von über 1.30 Dollar. Am Ende seines Mandats wird BERNANKE sicherlich eine Medaille von den Börsen-Anlegern an der Wall Street bekommen.

  • Ergänzung zur Ergänzung: Käufer heben den Börsenwert, was Kapitalerhöhungen leichter macht.

  • Longonly. Overnight. Vega und Theta als Feind.
    Viel Glück...

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