Schlussbericht Börse Frankfurt: Dax-Anleger machen Kasse

Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax-Anleger machen Kasse

Der Dax beendet eine wilde Achterbahnfahrt deutlich im Minus. Auch der Euro zeigt sich extrem volatil. Für Nervosität sorgte die anstehende Fed-Entscheidung am Abend. Größter Verlierer waren die Aktien von Siemens.
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FrankfurtNur wenige Stunden vor der mit Spannung erwarteten geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank Fed haben Aktienanleger Kasse gemacht. Der Dax verlor am Mittwoch 0,75 Prozent auf 9336 Punkte, nachdem er im frühen Geschäft noch um 1,4 Prozent gestiegen war. „Einige Anleger sagen sich offenbar, aufgrund der schwierigen Lage an den Devisenmärkten nehme ich kurz vor der Fed-Entscheidung lieber noch Gewinne mit", sagte ein Börsianer. Seit Tagen werden Währungen aus Schwellenländern stark verkauft, selbst Zinserhöhungen in der Türkei und in Südafrika vermochten diesen Trend nicht zu stoppen.

„Die Verzweiflungsaktion der türkischen Zentralbank hat nur kurzzeitig für Erleichterung gesorgt", sagte ein anderer Händler. „Aber diese Welle ist jetzt schon wieder durch, was zeigt, dass die Halbwertszeit der Zentralbank-Maßnahmen immer kürzer wird. Denn die Anleger wissen, dass die Probleme bleiben und die Zentralbanken gar nicht so stark intervenieren können, um den Abzug des Kapitals aus den Schwellenländern zu verhindern." Ein anderer Händler sagte, durch den zunehmenden Verkaufsdruck würden immer neue technische Widerstände gerissen, die dann Anschluss-Verkäufe nach sich zögen. Der Euro Stoxx 50 verlor 0,8 Prozent auf 3013 Zähler.

Viele Analysten rechnen damit, dass die Federal Reserve am Abend (20.00h MEZ.) ihre monatlichen Wertpapierkäufe erneut um zehn auf dann 65 Milliarden Dollar senken wird. Sollte sie allerdings von ihrem eingeschlagenen Weg abweichen und die Reduktion vorerst aussetzen, könnten die Schwankungen an den Märkten zunehmen, warnte Marktanalyst Jens Klatt von DailyFX. „Die Turbulenzen in Schwellenländer-Währungen sollten nicht dazu führen, dass die mächtigste Notenbank der Welt von ihrem Kernziel einer stabilen und transparenten Geldpolitik abweicht."

Spekulationen auf eine weitere Drosselung der Notenpresse hatten die Krise in den Schwellenländern verschärft. Denn durch die steigenden Renditen werden Investitionen in den USA wieder attraktiver. Dies ist auch am Anstieg des Dollar abzulesen. Der Euro rutschte zeitweise auf 1,3600 Dollar ab, konnte sich am frühen Abend allerdings wieder leicht erholen.

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Siemens tragen die rote Laterne

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  • Na gut. Auf die explizite, höfliche Bitte des enervierten Lesers hin werde ich verbal abrüsten und über sprachliche Unzulänglichkeiten und kleinere inhaltliche Defizite temporär hinweg sehen.

  • Es ist richtig, dass in Deutschland keine wirkliche Aktienkultur existiert. Volkswirtschaftlich ist es ohne jede Frage gut, wenn die Sparvermögen in die Wirtschaft zurückfließen. Das Problem ist aber, dass die Börse eine ziemlich komplexe Angelegenheit ist. "Mal geht die Börse rauf, mal geht die Börse runter oder so." Gerade durch die vielen Übertreibungen an den Aktienmärkten, als auf Gewinne spekuliert wurde, hat doch die Börse in der Wahrnehmung der Menschen zur Bude von Zockern und Pokerspielern werden lassen.

    Die Aktienkultur ist einfach zertreten worden. Ich kenne selbst jemanden, der sich damals an der Dotcom-Blase beteiligte. Das Internet und Mobiltelefon versprach riesen Gewinne. Später platzte die Dotcom-Blase und er hat fast sein ganzes Vermögen verloren. Diese Unberechenbarkeit und Übertreibungen sorgen dafür, dass sich keine Aktienkultur ausbilden kann.

  • 0,8%? Ich lege lieber bei Prokon an, da tue ich auch noch was für die Umwelt.

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