Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax erleidet heftigen Rückschlag

Der Traum von der 8.000-Punkte-Marke ist vorerst dahin. Die Angst vor einem Ende der ultralockeren US-Geldpolitik sorgte heute für einen rabenschwarzen Handelstag. Zudem machten sich neue Sorgen um die Euro-Zone breit.
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FrankfurtDas mögliche Ende der ultralockeren US-Geldpolitik hat die Aktien- und Devisenanleger in Europa am Donnerstag kalt erwischt. Die Anleger fürchten, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ihr milliardenschweres Anleihenkaufprogramm bald eindämmen könnte. Dazu kamen Sorgen, dass sich die Wirtschaft in der Euro-Zone nicht so schnell wie erhofft erholt. Über allem schwebt zudem das Damoklesschwert der italienischen Parlamentswahlen am Sonntag und Montag.

In dieser Gemengelage rauschte der Dax in den Keller. Am Ende ging der Leitindex mit einem Minus von 1,88 Prozent auf 7583 Punkte aus dem Handel. Der Euro Stoxx 50 verlor 2,3 Prozent auf 2580 Zähler. In Mailand gab der Leitindex sogar 2,7 Prozent nach. Auch an den US-Börsen standen die Zeichen auf Rot. Neueste Konjunkturdaten hatten dort zunächst keinen Effekt. Der Euro büßte zum späten Handel in New York einen US-Cent ein und rutschte unter die Marke von 1,32 Dollar.

Aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll der Januar-Sitzung der Fed war hervorgegangen, dass einige Notenbanker Zweifel an Sinn und Wirksamkeit der extrem lockeren Geldpolitik haben und eine Drosselung oder eine Einstellung des Anleihekaufprogramms für möglich halten. Das Protokoll sei ein erster Warnschuss für die Anleger, sich mit der Idee eines vorzeitigen Endes der lockeren US-Geldpolitik auseinanderzusetzen, kommentierten die Analysten der Metzler Bank.

HSBC-Trinkaus-Analyst Rainer Sartoris warnte allerdings davor, das Protokoll der Fed überzubewerten: "Die US-Notenbank wird immer stärker als etwa die EZB dazu geneigt sein, das Wachstum anzuschieben. Es dürfte jetzt erst einmal um eine Reduzierung des Programms gehen, nicht um dessen Einstellung. Schließlich handelt es sich bei den Anleihen-Käufen der Fed um gewaltige Summen, die man irgendwann mal drosseln muss."

Neben der Fed verpassten auch die Umfragen des Markit-Instituts unter Einkaufsmanagern den Anlegern einen Dämpfer. Danach beschleunigte die Privatwirtschaft in der Euro-Zone im Februar überraschend ihre Talfahrt.

Auch die Angst vor einem Comeback von Silvio Berlusconi bei den anstehenden Wahlen in Italien belastete die Märkte. "Sollte der Cavaliere tatsächlich in Rom wieder an die Macht oder auch nur in ihre Nähe kommen, wird das nicht nur den italienischen Anleihen den Garaus machen. Dann wird die ganze Euro-Zone abgestraft und die Aktienkurse dürften in den Keller rauschen", sagte ein Börsianer. Berlusconi will viele Reformen zurückdrehen. In den jüngsten Umfragen Anfang Februar lag die Mitte-Links-Allianz von Pier Luigi Bersani vorne. Aber Berlusconis Mitte-Rechts-Bündnis gewinnt an Zustimmung, und wegen des großen Anteils unentschlossener Wähler schließen einige seinen Wahlsieg nicht ganz aus.


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  • "Dax erleidet heftigen Rückschlag"

    Tja, Treffer #1 in Runde 1.

    Mal sehen wie der DAX in Runde 12 aussieht.

    Gez.
    die Klitschko's

  • Auf Eurex und Xetra meinen Sie wohl? Denn das eine ist elektronisches Handelssystem der Deutschen Börse AG und das andere eine Terminbörse für Finanzderivate,ebenfalls mit Beteiligung der Deutschen Börse Group.

  • Mann kann sich auch mit kleinen Einsätzen ein nettes Taschengeld nebenbei verdienen. Ich mach das ab und an mit Dax Knockouts. Man braucht zwar manchmal gute Nerven aber wenn die Börse so schön rauf und läuft wie in den letzen Tagen und man GEGEN die Meinung der einschlägigen "Propheten" tradet kommt da durchaus ein nettes kleines Taschengeld bei rum ;-)

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