Schlussbericht Börse Frankfurt: Dax geht mir großen Verlusten aus dem Handel

Schlussbericht Börse FrankfurtDax geht mir großen Verlusten aus dem Handel

Die Euphorie der Börsianer über den Wahlsieg von Barack Obama hat den Dax am heutigen Handelstag nicht vor Verlusten bewahren können. Neue Sorgen um die wirtschaftliche Verfassung der Eurozone ließen die Kurse fallen.
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FrankfurtDie Erleichterung der Geldanleger über den klaren Wahlsieg Barack Obamas hat nur kurz gewährt. Der Dax drehte am Mittag ins Minus und ging am Ende mit einem Verlust von 1,96 Prozent auf 7232 Punkte aus dem Handel. Für Verunsicherung sorgte, dass Obama auch künftig auf harten Widerstand im Kongress stoßen dürfte, denn die Republikaner konnten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus behaupten. Der Senat bleibt dagegen in der Hand der Demokraten.

Der weiterhin gespaltene Kongress werde es schwer machen, vor Jahresende die notwendigen Kompromisse im Haushaltsstreit zu finden, sagte Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank. "Sollten beide Seiten sich nicht einigen, würden unmittelbar zum Jahresbeginn 2013 automatisch die US-Staatsausgaben gekürzt und die Steuern erhöht in einem Umfang, der 5,1 Prozent der jährlichen US-Wirtschaftsleistung entspricht. Dies könnte die US Wirtschaft in eine erneute Rezession stürzen."


Für die schwächelnden Aktienmärkte machten Händler neben den drohenden Haushaltsproblemen in den USA auch enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland verantwortlich. Die Unternehmen stellten hierzulande im September 1,8 Prozent weniger her als im Vormonat. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang um 0,5 Prozent erwartet. "Die Euro-Krise schlägt auf die Binnenwirtschaft durch", urteilte Stefan Schilbe von HSBC Trinkaus. "Die Investitionsneigung der deutschen Unternehmen scheint deutlich zu sinken. Das deutet darauf hin, dass die Wirtschaft im vierten Quartal schrumpfen wird."

Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi drückten ebenso auf die Stimmung: Jüngste Daten signalisierten, dass die Ausläufer der Krise nun auch die deutsche Wirtschaft erreicht hätten, sagte er am Mittwoch auf dem Wirtschaftstag der Volks- und Raiffeisenbanken in Frankfurt.

Für Unsicherheit sorgte zudem die im griechischen Parlament anstehende Abstimmung über das 13,5 Milliarden Euro schwere Sparpaket. Die Entscheidung sollte am Abend fallen.

Der Euro gab deutlich nach und fiel auf ein neues Zwei-Monats-Tief von 1,2734 Dollar. Am Vormittag war er noch bis auf 1,2876 Dollar geklettert. Der Dollar-Index, der die Wechselkurse zu wichtigen anderen Währungen wie dem Euro spiegelt, stieg im Gegenzug um 0,3 Prozent.

Gefragt waren die als sicherer Hafen angesteuerten Bundesanleihen. Die Kurse stiegen, entsprechend gingen die Renditen auf 1,370 Prozent nach 1,435 Prozent im Vortagesgeschäft zurück.


Am deutschen Aktienmarkt konnten sich BMW-Aktien gegen den Trend im Plus halten. Zahlreiche Banken hatten als Reaktion auf die Quartalsergebnisse vom Vortag ihre Kursziele angehoben. Die Papiere des Münchener Autobauers kletterten um bis zu 0,44 auf 64,33 Euro.

Auf der Verliererseite standen die Aktien der Deutschen Bank , die sich um 4,5 Prozent verbilligten. Der europäische Bankenindex verlor 0,5 Prozent. "Der kleine Obama-Bonus ist aufgebraucht, jetzt geht es weiter wie vorher", sagte ein Händler. " Auch das Thema Schuldenkrise ist wieder da."

Nach Einschätzung der EU-Kommission wird Spanien - anders als von der Regierung in Madrid selbst berechnet - auch 2014 mit einem Haushaltsloch von 6,4 Prozent weit vom vereinbarten Defizitziel von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entfernt sein. Mit Bangen erwarten die Anleger am späten Abend zudem die Abstimmung im griechischen Parlament über das neue Sparpaket der Regierung.

Mit einem Abschlag von knapp fünf Prozent sind Infineon am Mittwoch ans Dax-Ende gerutscht. Einen konkreten Auslöser für die Kursverluste konnten Händlern nicht nennen, verwiesen aber auf das zuletzt gute Abschneiden der Aktien. Infineon haben seit Mitte Oktober gut 14 Prozent zugelegt.


 

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  • Das hat doch überhaupt nix mit dem Niveau zu tun, wo man einsteigt. Ist doch völlig egal, ob die Aktie bei 10 oder 100 € notiert. Einen Stopp-Loss setzt man immer. Also die Summe, die man bereit ist maximal zu verlieren. Genauso wie man sich nach oben eine Zielmarke setzt.

  • Logo, wenn man auf diesem Niveau einsteigt, ist ein SL ein Muss.

    Ich wollte halt nur sagen, dass manche die Börsen-Kiste zu blauäugig sehen, d.h. man hält sich am "Strohhalm" Geldmenge & Niedrigverzinsung fest und glaubt, daß einem am Ende die Dividenden rausreißen ... wohlwissend, wenn man hoch kauft, die potentiell geminderte Dividende plötzlich nur noch 1 - 3% Gewinn ausmacht (ganz zu schweigen von den Kursverlusten, die man in Kauf nimmt nur um wenigstens diese Dividende zu kriegen).

    Wie gesagt, das muss jeder selber wissen ...

  • Wie kommst du eigentlich darauf, dass man eine Aktien-Position nicht mittels Stopp-Loss (z.B. -10 oder -15% unter EK) absichert.
    Dann kann man schließlich auch nicht überrascht werden von deinem geschilderten Szenario.

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