Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax geht mit großen Verlusten aus dem Handel

Schlechte Konjunkturdaten und die Angst vor der Euro-Krise stürzten den deutschen Leitindex am Dienstag kräftig ins Minus. Der Dax ging zum Tagestief aus dem Handel.
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DüsseldorfEnttäuschende Konjunkturdaten haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstag nach dem langen Osterwochenende tief ins Minus gedrückt. Der Dax beschleunigte am Nachmittag seine Talfahrt und verlor zum Handelsschluss 2,49 Prozent auf 6606,43 Punkte. Damit setzte das Leitbarometer seinen im April eingeschlagenen Abwärtstrend fort. Für den MDax ging es am Dienstag um 2,53 Prozent auf 10 332,73 Punkte bergab, der TecDax verlor 2,28 Prozent auf 763,82 Punkte.

Angesichts der Sorgen über die Weltwirtschaft bleibe die Erholung an den Aktienmärkten aus, hieß es von Börsianern. Zu dem schwachen US-Arbeitsmarktbericht vom Karfreitag kämen als Belastungsfaktoren die wieder stärker in den Vordergrund rückende Schuldenkrise in Europa sowie enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China hinzu. Experten werteten das schwache chinesische Importwachstum als Beleg für die zusehends schwächere Binnenkonjunktur. Goldertrags.

Investoren blickten überraschend skeptisch auf die Konjunktur in der Euro-Zone. Der Sentix-Index für die Konjunkturerwartungen brach im April nach drei Anstiegen in Folge ein und sackte auf minus 14,7 Punkten nach minus 8,2 Zählern im März. Sowohl die Situation als auch die Perspektiven der Wirtschaft wurden düsterer als im Vormonat eingeschätzt. Die Lagewerte fielen sogar auf den tiefsten Stand des Jahres zurück. „Damit werden die Fragezeichen bezüglich der Konjunktur im Euroraum wieder erheblich größer“, warnte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner am Dienstagmorgen.

Angesichts der zunehmenden Konjunktursorgen ist die Nervosität der europäischen Anleger auf den höchsten Stand seit knapp fünf Wochen gestiegen. Der Volatilitätsindex VStoxx, der auf dem EuroStoxx50 basiert, kletterte heute zeitweise um 12,8 Prozent auf 28,87 Punkte. Auch in Deutschland nahm die Unsicherheit wieder zu. Der VDax, dem der Dax zugrunde liegt, stieg um bis zu 10,7 Prozent auf 26,63 Punkte und damit ebenfalls auf den höchsten Stand seit Anfang März.

Zudem mehrten sich Zweifel, ob die Reformanstrengungen in den südeuropäischen Staaten tatsächlich von Erfolg gekrönt sein werden.

Vor allem machte sich dies bei den Renditen der spanischen und italienischen Staatsanleihen bemerkbar, die sich wieder der sechs Prozent näherten und somit für den Einbruch der jeweiligen Börsen verantwortlich waren.

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  • Nicht umsonst ist der Mensch ein Herdentier und alle machen damit Geschäfte.

  • Das ist ja ein lustiger Titel vom Handelsblatt: "Der DAX geht mit großen Verlusten aus dem Handel".

    Es war unter anderem auch der Handelsblatt, der noch vor wenigen Wochen die robuste Konjunktur und die stabile Stellung der Unternehmen lobte.

    Da hat der DAX noch 700 Punkte höher notiert. Da sprach man noch von neuen Jahreshochs:
    http://www.start-trading.de/blog/2012/04/10/boerse-keine-neuen-jahreshochs/

    Erinnert man sich an die Artikel, dann ist der Heutige wirklich lustig.

  • Der DAX wird weiter abgeben,da muss man kein Prophet sein ! Mir tun die vielen,vielen Dummies leid, die bei knapp unter 7200 in den Markt sind, das waren vor allem Aktienfonds,Riesterfonds,Pensionsfonds u.ä. mit fester,starrer,unflexibler Ansparquote.Die haben den anderen ihre viel zu teuren Aktien abgekauft,nur Pech,wenn auf diesem Niveau,keine nachfolgenden Käufer,(die noch mehr bereit sind zu zahlen), finden-dann bricht der Kurs (über kurz oder lang) zusammen,so funktioniert nunmal der Börsenhandel!

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