Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax im Niemandsland

Der deutsche Aktienmarkt kommt nicht voran. Die Angst vor einer Zahlungsunfähigkeit der USA lähmt momentan die Märkte. Der Dax trat am Donnerstag nur auf der Stelle. Die T-Aktie kletterte auf ein Zwei-Jahres-Hoch.
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FrankfurtDie erneut drohende Zahlungsunfähigkeit der USA hat am Donnerstag für Unruhe an den europäischen Aktienmärkten gesorgt. "Ein klassisches Deja-vu", sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. "Das anhaltende Gezänk um die Anhebung der Schuldenobergrenze macht Investoren verständlicherweise nervös." Nach einem kurzen Ausflug in die Gewinnzone, ausgelöst durch positive Konjunkturdaten aus den USA, schloss der Dax am Ende kaum verändert bei 8664 Punkten. Am Devisenmarkt blieb der Dollar zu etlichen Währungen in der Defensive und notierte nahe eines in der vergangenen Woche markierten Sieben-Monats-Tiefs. Der Euro hielt sich um 1,35 Dollar. Bundesanleihen bewegten sich kaum. 

Bis zum 1. Oktober müssen Demokraten und Republikaner im Kongress zunächst provisorisch dafür sorgen, dass den USA nicht das Geld ausgeht. Sonst droht Staatsbediensteten der Zwangsurlaub. In einem zweiten Schritt muss die Schuldenobergrenze von derzeit 16,7 Billionen Dollar angehoben werden, um die Zahlungsunfähigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft abzuwenden. In den vergangenen Jahren einigten sich die Parlamentarier mehrfach in letzter Minute auf Kompromisse, um den Sturz der USA über die sogenannte "Fiskalklippe" zu verhindern. Der Machtpoker um den Etat kostete das Land 2011 sogar seine Top-Bonitätsnote "AAA".

Die Analysten der Deutschen Bank äußerten sich zuversichtlich, dass schon bis Montag eine - zumindest vorübergehende - Lösung gefunden wird. "Wir rechnen unter keinen Umständen damit, dass das US-Finanzministerium seinen Verpflichtungen nicht nachkommen wird."

Für Diskussionsstoff an den Börsen sorgte außerdem die Regierungskrise in Italien. Dort will Silvio Berlusconis Mitte-Rechts-Partei PDL die Koalition platzen lassen, sollte der wegen Steuerhinterziehung verurteilte ehemalige Ministerpräsident aus dem Senat ausgeschlossen werden. Präsident Giorgio Napolitano verurteilte dieses Vorgehen und sagte wegen der Krise seine Teilnahme an einer Konferenz ab. Der Leitindex der Mailänder Börse verlor 1,5 Prozent und damit deutlich mehr als die übrigen europäischen Aktienmärkte. Auch italienische Anleihen standen unter Verkaufsdruck. Im Gegenzug stiegen die Renditen der richtungsweisenden zehnjährigen Titel auf 4,30 Prozent von 4,24 Prozent am Vortag. 

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  • Der perfekte Kontraindikator wie zuletzt bei deren Gold-Empfehlungen oder aber Aktien zu shorten im Frühjahr.

  • GOLDMAN: The Stock Market Is Presenting An Investment Opportunity We Haven't Seen In At Least 25 Years

    http://finance.yahoo.com/news/goldman-stock-market-presenting-investment-211016510.html

  • Wenn alles mit rechten Dingen gehen würde und ohne die permanente Intervention von irgendwelchen Notenbänkern, sollte es schon längst bergab gehen mit den Kursen. Aber es ist nicht rational. Hätte nie damit gerechnet, dass Bernanke nochmal einen Blankoscheck ausstellt. Bevor wir unter die 8600 bzw. vielleicht sogar wieder auf die 8000 fallen, muss einiges passieren. Ist ja eigentlich alles vom Tisch. Auch der US-Schuldenstreit wurde heute schon wieder wegerklärt von offizieller Seite. Auch da wird man sich in letzter Minute einigen und alles geht weiter.

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