Schlussbericht: Börse Frankfurt
Dax: Kaum Handel, leichte Verluste

Während die Börsen in den USA und Großbritannien geschlossen bleiben, schließt der deutsche Aktienindex Dax leicht im Minus. Viel gehandelt wurde allerdings nicht. Turbulent ging es bei einer Aktie aus der zweiten Reihe zu.

HB FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag uneinheitlich geschlossen. Wegen der Feiertage in den USA und in Großbritannien sprachen Börsianer von einem eher zufallsgetriebenen Handel. Der Dax gab um minimale 0,01 Prozent auf 4 918,45 Punkte nach, und der MDax der mittelgroßen Werte sank um 0,48 Prozent auf 5 785,11 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,46 Prozent auf 626,73 Zähler nach oben.

Von der Konjunkturseite seien derweil unterschiedliche Signale gekommen, sagte Fidel Helmer, Leiter des Wertpapierhandels bei der Privatbank Hauck & Aufhäuser. So habe sich zwar die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Mai laut dem Münchener ifo Institut zum zweiten Mal in Folge aufgehellt. Einige Analysten hätten jedoch mit einem stärkeren Anstieg des ifo-Geschäftsklimaindex gerechnet.

Arcandor stürzt ab

Am MDax-Ende aber stürzten die Titel von Arcandor um 19,55 Prozent auf 1,77 Euro ab. Die Bundesregierung entscheidet der "Financial Times" zufolge voraussichtlich erst im Juni über Staatshilfen für den Handels- und Touristikkonzern. Berlin verlange genauere Einzelheiten über eine mögliche Fusion der Warenhaustochter Karstadt mit deren Wettbewerber Kaufhof , berichtet die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Unterdessen sagte Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick der "Bild"-Zeitung: "Ohne Bürgschaft droht uns die Pleite." Analyst Sebastian Hein vom Bankhaus Lampe meinte: "Arcandor will jetzt die Bürgschaft unter Dach und Fach bringen. Die mögliche Ablehnung durch die Bundesregierung drückt entsprechend stark auf den Aktienkurs." In der großen Koalition mehren sich Stimmen gegen eine Staatshilfe mit dem Hinweis darauf, dass Arcandor schon vor der aktuellen Krise Probleme gehabt habe.

Die Aktien von Rhön-Klinikum sackten wegen einer geplanten Kapitalerhöhung um 500 Mio. Euro um 7,09 Prozent auf 14,94 Euro ab. Mit der Finanzierungsmaßnahme, die in der zweiten Jahreshälfte durchgeführt werden soll, will der Klinikbetreiber "die Voraussetzung für weiteres Wachstum schaffen". Praktiker-Papiere gewannen hingegen an der Index-Spitze 8,43 Prozent auf 6,82 Euro und profitierten damit von einem deutlichen Umsatzanstieg im vergangenen Monat. Analyst Jürgen Elfers von der Commerzbank blieb mit Blick auf die Zukunft aber skeptisch. Der deutliche Erlöszuwachs im April sollte mit Blick auf Wettereffekte und eine niedrige Vergleichsbasis aus dem Vorjahr betrachtet werden.

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