Schlussbericht: Börse Frankfurt
Dax rettet Gewinne ins Ziel

Bewegung hat es für den Dax im laufenden Jahr genug gegeben. Meist ging es mit den Kursen kräftig nach unten. Zum Jahresausklang allerdings versöhnt der deutsche Aktienmarkt die Anleger und schließt im Plus. Nach dem schwachen Start an der New Yorker Börse sind die Kurse kurz vor Handelsstart allerdings abgebröckelt.

HB FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt hat den letzten vollen Handelstag des Jahres mit Kursgewinnen beendet. Der Dax schloss am Montag 1,6 Prozent höher bei 4 704 Punkten. Börsianer erklärten den Anstieg vor allem mit Kurspflege durch Investoren.

Gefragt waren die Aktien von Banken. An die Spitze im Leitindex setzten sich die Papiere der Postbank mit einem Plus von 9,8 Prozent. Auf Jahressicht sind die Titel aber mit einem Verlust von 77 Prozent eines der Dax-Schlusslichter. Deutsche Bank verteuerten sich am Montag um 5,7 Prozent, Commerzbank um drei Prozent. Als Bremse im Dax wirkten die VW-Aktien mit einem Minus von drei Prozent.

Mit deutlichen Kursgewinnen reagierten die Aktien von MAN auf den Erwerb von Kaufoptionen für weitere Scania-Aktien. Unicredit-Analyst Christian Aust bekräftigte ausdrücklich seine Kaufempfehlung. MAN sei auf dem Weg, einer der drei größten Lkw-Hersteller zu werden. "Wir denken, dass MAN und VW eine Allianz des Lkw-Geschäfts unter dem Dach von MAN vorbereiten", schreibt Aust. Der Münchener Maschinenbau- und Nutzfahrzeughersteller hatte am Heiligen Abend erklärt, über die Optionen Zugriff auf mehr als 20 Prozent der Stimmrechte an Scania zu haben.

"Die Strategie wird an der Börse positiv aufgenommen", kommentierte ein Händler. MAN-Papiere verteuerten sich um 6,3 Prozent. Auch die Aktien von Scania legten in Stockholm kräftig zu. Auf Jahressicht ist die Bilanz aber wenig erfreulich: Mit einem Verlust von fast 70 Prozent zählen die MAN-Titel nur knapp vor den Bankenwerten zu den Schlusslichtern im Dax.

Titel der Deutschen Telekom dagegen haben den Dax auf Jahressicht geschlagen, fielen am Montag aber hinter dem Leitindex zurück und verloren 0,8 Prozent. Die Konkurrenten des Bonner Konzerns wollen die Lücken im heimischen DSL-Netz rasch schließen. "Wir machen das im Vergleich zur Telekom in der Hälfte der Zeit, mit höherer Internetzugangsgeschwindigkeit und deutlich billiger", sagte der Geschäftsführer des Branchenverbandes VATM, Jürgen Grützner, der "Financial Times Deutschland". Mit dem Vorstoß torpedieren die im VATM zusammengeschlossenen Firmen die Pläne der Telekom, mit Rückendeckung der Kanzlerin ganz Deutschland flächendeckend mit schnellem Internet zu versorgen.

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