Schlussbericht: Börse Frankfurt
Dax rettet Gewinne ins Ziel

Der deutsche Aktienmarkt schafft nach schwachem Start tatsächlich die Wende und schließt im Plus. Ganz oben auf dem Einkaufszettel standen die Papiere der Pharma-Unternehmen. Gefragt waren auch die Aktien der Deutschen Bank. Bei dem Finanzkonzern dreht sich alles um die magische Zahl 25.

HB FRANKFURT. Dank steigender Kurse an der Wall Street hat der Dax am Montag seine Anfangsschwäche überwunden. Nachdem er wegen der Furcht vor einer weiteren Ausbreitung der Schweinegrippe zunächst um bis zu 2,2 Prozent abgerutscht war, beendete er den Xetra-Handel doch noch 0,4 Prozent im Plus bei 4 694,07 Punkten. Mit 133,3 Mio. gehandelten Papieren lag der Aktienumsatz aller Dax-Titel unter dem Durchschnitt der vergangenen 90 Handelstage (148,6 Mio. Aktien). Der Wert aller gehandelten Dax-Papiere belief sich auf 3,16 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Am Freitag hatten Aktien im Volumen von 3,4 Mrd. Euro den Besitzer gewechselt.

Der MDax fiel am Montag um 0,6 Prozent auf 5423,6 Stellen. Der TecDax gab 0,6 Prozent auf 561,37 Zähler nach und der SDax büßte 1,2 Prozent auf 2679,04 Punkte ein. An der Wall Street lag der Dow Jones bei Xetra-Handelsschluss in Deutschland 0,3 Prozent im Plus bei 8098 Stellen. Der Nasdaq Composite gewann 0,1 Prozent auf 1696 Punkte. Der breiter gefasste S&P500 blieb fast unverändert bei 867 Zählern.

Die Sorgen um eine weltweite Grippeepidemie belasteten vor allem Tourismus- und Luftfahrtwerte, sagten Händler. Für die Papiere von Air Berlin ging es um 2,5 Prozent auf 3,90 Euro nach unten, und Tui-Aktien fielen um 2,86 Prozent auf 7,80 Euro. Beide Aktien notierten allerdings im Handelsverlauf deutlich tiefer. Tui beschloss als Reaktion auf den Ausbruch der Schweinegrippe in Mexiko, bis einschließlich 4. Mai keine Reisen nach Mexiko-Stadt mehr durchzuführen. Titel der Lufthansa wurden ex Dividende in Höhe von 0,70 Euro bei 8,73 Euro gehandelt. Jochen Rothenbacher, Analyst bei equinet, stufte die Aktien in Reaktion auf die ausbrechende Schweinegrippe von "Buy" auf "Hold" ab. Auf den ersten Blick erinnere das Bild an den Ausbruch der Lungenkrankheit Sars. Diese habe eine globale Krise ausgelöst, die zu einem signifikanten Rückschlag für die Aktien der Fluggesellschaften und Tourismuswerte geführt hatte.

Deutsche Bank obenauf

Auch viele Finanzaktien notierten in der Verlustzone. Die Titel der Commerzbank etwa sanken um 0,69 Prozent auf 5,06 Euro. Die Finanzkrise trifft die deutschen Banken laut "Süddeutsche Zeitung" deutlich stärker als bisher bekannt, was aus einer internen Aufstellung der Finanzaufsicht Bafin hervorgehe, die der Zeitung vorliege. Im Sog der negativen Nachrichten fielen die Aktien von Hannover Rück um 2,6 Prozent auf 25,10 Euro, und Titel der Allianz sanken um 2,89 Prozent auf 68,15 Euro.

Titel der Deutschen Bank aber stiegen um 5,26 Prozent auf 43,25 Euro. Händler verwiesen auf einen Bericht des "Handelsblatts", demzufolge der Branchenprimus im ersten Quartal das langfristige Ziel von 25 Prozent Eigenkapitalrendite vor Steuern voraussichtlich wieder erreicht haben soll.

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