Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax rettet sich knapp über 7900 Punkte

Die Börsenrally in den vergangenen Wochen weckte die Hoffnung auf neue Rekorde im Dax. Der heutige Handelstag beendete schließlich die Träume vieler Börsianer. Mit Zypern fürchten die Märkte einen neuen Euro-Krisenherd.
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FrankfurtDie Zypern-Krise und eine eingetrübte Stimmung in der deutschen Wirtschaft haben die Nerven der Anleger am Donnerstag strapaziert. Europaweit gaben die Aktienkurse nach, der Euro sank zeitweise in Richtung seines Vier-Monats-Tiefs von 1,2843 Dollar.

"Die Schuldenkrise beherrscht mit dem Fall Zypern erneut die Schlagzeilen, und so bleibt die Verunsicherung den Marktteilnehmern wohl auch heute noch erhalten", schreibt Helaba-Analyst Christian Schmidt. Das spiegelte sich auch in steigenden Kursschwankungen wider. Die Volatilitätsindizes VDax und VStoxx legten um jeweils rund 3,3 Prozent zu. Der Dax ging mit einem Verlust von 0,87 Prozent auf 7932 Punkte aus dem Handel. Die wichtige Marke von 8000 Punkten konnte damit nicht zurückerobert werden.

Nach dem vorerst gescheiterten EU-Rettungsplan bemüht sich der Inselstaat Zypern um Hilfen aus Russland. Dabei wird mit Moskau auch über eine Kooperation in den Bereichen Banken und Erdgas gesprochen. Die Börse in Zypern bleibt auch am Donnerstag und Freitag geschlossen. "Die Ansteckungsgefahr auf andere Länder in der Euro-Zone ist groß und das Gesamtvertrauen sinkt", fasste ein Händler die Marktreaktionen zusammen.

In dieser Gemengelage erwischten mit Enttäuschung aufgenommene Konjunkturdaten einige Investoren auf dem falschen Fuß: Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft in Deutschland fiel im März um 2,3 auf 51 Punkte und damit so stark wie zuletzt im Juli 2011. Es bestehe die Gefahr, dass der Aufschwung merklich an Kraft verliere, sagte Markit-Ökonom Tim Moore. Darüber hinaus hatten die Umfrageteilnehmer ihre Schätzungen noch vor der Zuspitzung der Zypern-Krise abgegeben, die sich somit erst noch niederschlagen wird.

Auch positive Signale von US-Notenbankchef Ben Bernanke halfen den europäischen Märkten nicht auf die Beine. Er lässt den Leitzins in der weltweit größten Volkswirtschaft auf rekordniedrigem Niveau von null bis 0,25 Prozent und will auch die Aufkäufe von Immobilien- und Staatsanleihen fortsetzen.

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  • ... und nun geh wieder zurück ins Heim, Heidelberger, bevor Dich der Suchdienst wieder einfangen muss.

  • Hochmut(Lektion 2):

    In der Marktwirtschaft kann jeder die Geschäfte tätigen, die er tätigen möchte. Und jeder kann dort Geld verdienen, wo er möchte. Auch wenn Du einem Menschen mit Deinem bloßem Hass gegenüber trittst, kann es sein, dass dieser Mensch doch bessere Geschäfte macht als Du denkst. Es müssen nicht die selben Geschäfte sein, die Du für das Beste hältst.

    Hochmut und Angeberei ist deshalb nie angebracht. Nur Ungebildete Menschen sind arrogant und denken, die Weisheit alleine gepachtet zu haben.

  • Benehmen (Lektion 1):

    Auch wenn es Menschen aus dem Balkan nicht gefällt, hier in Deutschland darf man seine Meinung äußern. Man hält, sofern man einigermaßen gebildet ist, die Umgangsformen ein, aber man kann seine Meinung vertreten, auch wenn es anderen nicht gefällt.

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