Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax rettet sich knapp über 8.300 Punkte

Der Dax beendet den zweiten Tag in Folge im Minus. Trotz der Turbulenzen auf den weltweiten Aktienmärkten hat der Leitindex auf Wochensicht nicht viel verloren. Doch die Angst vor einer größeren Korrektur wächst.
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FrankfurtSelbst überraschend gute Wirtschaftsdaten aus den USA und Deutschland haben den Dax am Freitag nicht im Plus halten können. Der Leitindex setzte seine Talfahrt vom Vortag fort und verlor am Ende 0,56 Prozent auf 8.305 Punkte. Auf Wochensicht gab der Dax 1,1 Prozent nach.

„Die Leute wollen Kasse machen“, sagte Alastair Winter, Chef-Ökonom des Brokerhauses Daniel Stewart. „Ganz besonders natürlich im Mai“, fügte er in Anspielung auf die alte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ hinzu. Andere Börsianer machten zudem das anstehende verlängerte Wochenende in Großbritannien und den USA für die Gewinnmitnahmen verantwortlich. Angesichts der jüngsten Kursturbulenzen wolle niemand riskieren, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

Der Techdax verlor am Freitag noch einmal 0,31 Prozent auf 957,98 Punkte, der MDax schloss bei 13.987 Punkten und einem Plus von 0,02 Prozent. Der Euro Stoxx 50 gab 0,8 Prozent auf 2.755 Zähler nach.

Ian Stannard, Chef der europäischen Devisenstrategie bei Morgan Stanley, wies auf einen anderen Aspekt hin: „Es gab die Erwartung, dass die EZB die Geldpolitik weiter lockert.“ Nachdem jedoch einige Konjunkturdaten positiv überrascht hätten, habe der Handlungsdruck nachgelassen.

Der Ifo-Index stieg im Mai auf 105,7 Punkte von 104,4 Zählern im Vormonat. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Wert von 104,5 Stellen gerechnet. „Die Konjunktur fängt sich“, sagte DIHK-Chefvolkswirt Alexander Schumann. Aber: „Ganz große Sprünge gibt es vorerst nicht.“

Bei den Unternehmen gehörten HSBC mit einem Minus von 1,9 Prozent auf europäischer Ebene zu den größten Verlierern. Die in London gelisteten Papiere der Großbank litten unter Spekulationen auf ein schwächeres Wachstum des wichtigen asiatischen Marktes, sagte Analyst Mike van Dulken vom Online-Broker Accendo. Hinzu kommen die Verzögerungen bei den Verhandlungen über einen 1,9 Milliarden Dollar schweren Vergleich in einem US-Verfahren wegen angeblicher Geldwäsche. „Im schlimmsten Fall könnte HSBC seine US-Banklizenz verlieren“, betonte Analyst Andrew Lim von der Bank Espirito Santo.

An der Wiener Börse bildeten die Aktien der Raiffeisen Bank das Schlusslicht. Sie verloren 2,2 Prozent, nachdem der langjährige Chef Herbert Stepic wegen einer Affäre um seine Immobiliengeschäfte zurückgetreten war.

Zum Abschluss des Bezugsrechte-Handels für die neuen Titel gaben Commerzbank 2,4 Prozent auf 7,66 Euro nach. Das Geldhaus hatte seinen Aktionären rund 555 Millionen Papiere zum Preis von je 4,50 Euro angeboten. Die Bezugsrechte brachen am Freitag um 13,1 Prozent auf 2,78 Euro ein. Mit dem Geld aus der Kapitalerhöhung will die Commerzbank die restlichen Stillen Einlagen des Bankenrettungsfonds SoFFin und des Versicherungskonzerns Allianz tilgen.

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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
    Die Annahme, es müsse für jede Kursbewegung auch eine Nachricht geben, ist gefährlich. Durch solche Berichterstattung versucht man höchstens, im Nachhinein irgendwas in die Charts zu interpretieren. Dadurch wird der Eindruck erzeugt, Börse sei rational und erklärbar. Sie ist es aber nicht! Steigt jetzt der DAX, weil Wirtschaftsindikator x sich um y Punkte verbessert hat? Oder fällt er doch, weil in China ein Sack Reis umgefallen ist? Machen Nachrichten Kurse, oder doch Kurse die Nachrichten?

  • Chinesische oder brasilianische bein jeweiligen Marktführer.

  • Oder DBX0BY.

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