Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax rückt weiter vor

Der Leitindex konnte am Dienstag – wenn auch nur leicht – weiter zulegen. In einem schwunglosen Handel belastete die Konjunktur Chinas aber die Stimmung. Zudem warten die Anleger den US-Jobbericht vom Freitag ab.
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FrankfurtAnhaltende Sorgen um die Verfassung der globalen Wirtschaftsmotoren haben den Dax am Dienstag keine Punkte gekostet. Nach den gestrigen Konjunkturdaten aus den USA und China, die merklich hinter den Erwartungen geblieben waren, wollte am zweiten Handelstag der Woche kein rechter Optimismus aufkommen. Lediglich Continental sorgte mit einer starken Bilanz für kurzfristige Kaufimpulse. Der Dax pendelte zwischen mittleren Verlusten und leichten Gewinnen. Letztlich schloss die Frankfurter Benchmark 0,1 Prozent fester bei 11.448 Punkten.

Die Hoffnung auf Impulse lag bei den Auftragseingängen der US-Industrie, die kurz nach Wall Street-Auftakt kamen. Diese blieben mit einem Plus von 1,8 Prozent genau im erwarteten Rahmen und konnten keine große Kaufstimmung entfachen. An der Wall Street zeigte sich das gleiche Bild. Zum Frankfurter Handelsschluss notierte der Dow-Jones-Index nahezu unverändert, minimal geringer bei 17.594 Punkten. Vor dem in Hinsicht auf den Zeitpunkt der Fed-Zinswende entscheidenden US-Arbeitsmarktbericht am Freitag üben sich die Börsianer weiterhin in Zurückhaltung.

Trotz solider Erholung an den chinesischen Börsen konnte der Dax seine Vortagsgewinne nur minimal ausbauen. musste der Dax damit einen Teil seiner souveränen Vortagsgewinne wieder abgeben. In China konnten sich die Heimatbörsen erholen, nachdem die chinesische Regierung einen weiteren Maßnahmenkatalog ankündigte um den drastischen Ausverkauf der vergangenen Wochen einzudämmen. Die neuesten Schritte der Regulierungsbehörden umfassen strengere Regeln für Leerverkäufe. Das brachte die Investoren zurück aufs Parkett - der Shanghai Composite sprang 3,7 Prozent in die Höhe.

Doch den europäischen Börsen gab das keinen Schwung. Scheint der Aktienmarkt im Reich der Mitte bald wieder unter Kontrolle zu kommen, mehren sich die Sorgen um das Wirtschaftswachstum der zweitgrößten Wirtschaftsnation - zu enttäuschend waren gestrige Konjunkturdaten ausgefallen. In Japan beendete der Tokioter Nikkei seinen Dienstagshandel 0,1 Prozent leichter bei 20.520 Zählern.

Zudem belastete ein fallender Ölpreis die Energietitel unter den Standardwerten. Am Vortag war der Preis für ein Barrel der richtungsweisenden Ölsorte Brent erstmals seit Januar wieder unter die 50-Dollar-Marke gefallen. Das für die USA entscheidende WTI-Fass (West Texas Intermediate) war schon Mitte Juli unter die wichtige Grenze gefallen. Das Überangebot an Öl macht den Energieunternehmen schwer zu schaffen.

Ähnlich dem Aktienprimus Dax verbrachte die zweite Frankfurter Reihe einen Großteil der Handelszeit unter dem Strich. Die Nebenwerte des MDax schlossen 0,6 Prozent fester bei 21.252 Punkten. Der TecDax hingegen büßte 0,2 Prozent ein auf 1799 Zähler. Der Leitindex der Währungsunion, der Euro-Stoxx-50, konnte sich von den dicken morgendlichen Abschlägen nicht erholen und verlor 0,4 Prozent bei 3619 Stellen.

An der Athener Börse setzte sich der Ausverkauf fort. Im zweiten Handelstag nach der fünfwöchigen Zwangspause verlor der Leitindex der griechischen Wirtschaft weitere 1,2 Prozent. Der Banken-Index des Landes stürzte nach den gestrigen 29 Prozent um weitere 29 Prozent ab und verlor damit innerhalb zwei Handelstage die Hälfte seines Wertes. Damit sei die Talsohle erreicht, betonte Takis Zamanis, Chef-Händler des Brokerhauses Beta Securities. Er rechne im Tagesverlauf mit ersten Käufen bei Finanzwerten. Der Handel insgesamt werde sich erst im Laufe der Woche wieder normalisieren können.

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  • @Netiquette

    und mich löscht Ihr immer....aber sowas steht hier tagelang...und das ist bei diesem User normal....
    die Netiquette müsste eigentlich schon über den Usernamen stolpern "Hein Bloed"...aber vielleicht finden Sie das lustig liebes HBO-Team!

  • Das müssten Sie auch bei der ARGE angeben, deshalb heucheln Sie hier den Besitzlosen.

  • Meiner Meinung nach besteht der DAX aus 30 Titeln ?!

    Wie soll dann auch nur eine Aktie, Continental, den Dax voran treiben?
    Da müßten die anderen 29 auch mitmachen, aber die lassen die arme Contiaktie im Stich.

    Solange uns der Chinese noch ärgert, obwohl er über 8.000 Kilometer entfernt ist, und die Amis auch nicht aus dem Sattel kommen, hat es der arme DAX schwer, so alleine, wie die Conti.

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